Der Diabetes-Pass - eine Erleichterung für Patient und Arzt

Wien (OTS) - Die Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) hat gemeinsam mit der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) und in Kooperation mit dem Hauptverband und der Österreichischen Ärztekammer einen neuen umfassenden Diabetes-Pass erarbeitet. Dieser Ausweis sorgt für einen professionellen und leichteren Umgang mit der Krankheit sowohl für Diabetiker als auch für Ärzte. Der Diabetes-Pass unterstützt zudem ein umfassendes Disease Management Programm.+++

Diabetes ist eine in den Industrieländern weit verbreitete Krankheit, die aufgrund der Zunahme älterer Patienten und junger Übergewichtiger auch in Österreich noch stärker zunehmen wird. Die Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) und die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) haben darauf reagiert und unter anderem gemeinsam einen Diabetes-Patienten-Pass erarbeitet. Er soll das Management der Erkrankung unterstützen und dazu beitragen, dass sich Diabetes-Patienten gut betreut fühlen. Der Diabetes-Pass ist ein wichtiges Hilfsmittel für ein effizientes und erfolgreiches Management dieser Volkskrankheit.

Vorteile des Diabetes-Passes

Grundsätzlich soll durch regelmäßige Untersuchungen und eine umfassende Therapie die Entstehung von Komplikationen und Folgekrankheiten verhindert werden. Der Pass stellt eine ständige und standardisierte Dokumentation der Krankheit dar. Er enthält wichtige Informationen über Krankheitsverlauf und Behandlung und gewährleistet somit einen optimalen Austausch wichtiger Informationen zwischen den einzelnen Betreuern (z.B. Hausarzt und Fachärzte). Für den Erkrankten bedeutet dies eine Erleichterung im Umgang mit der Krankheit und eine verbesserte Kommunikation mit dem Arzt.

Diabetes mellitus Typ 2 (DM-2) ist die häufigste Diabetesform Diabetes mellitus ist eine Störung des Glucosestoffwechsels. Die weitaus häufigste Diabetesform ist der so genannte Typ-2-Diabetes (DM-2). Die Ursache des Typ-2-Diabetes liegt in einer angeborenen oder erworbenen Reduktion der Insulinempfindlichkeit der Zellen (Insulinresistenz). Diese Insulinunempfindlichkeit wird durch Bewegungsmangel, Überernährung und Fettleibigkeit verstärkt. Der Diabetesbericht 2004 gibt Aufschluss darüber, dass in Österreich bereits mehr als 300.000 Menschen an dieser Diabetesform leiden, wobei die Dunkelziffer noch höher liegt. Obwohl DM-2 üblicherweise erst nach dem 35. Lebensjahr diagnostiziert wird, beginnt die Erkrankung in den letzten Jahren auch bei Jugendlichen anzusteigen.

Die meisten Risikofaktoren für DM-2 sind im Zusammenhang mit ungesundem Lebensstil zu finden. Dazu zählen Faktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, unausgewogene Ernährung, etc. Wien und die östlichen Bundesländer zählen zu den Risikoregionen. DM-2 tritt in allen Bevölkerungsgruppen auf, zu den meist gefährdeten Gruppen gehören Bauern, Arbeiter und allgemein sozioökonomisch schwächere Bevölkerungsschichten (z.B. Migranten).

Prävention und Therapie

Ziel der Prävention ist es, die Risikofaktoren zu erkennen und zu kontrollieren und damit der Entwicklung des DM-2 entgegenzuwirken. Die ÖGAM unterstützt auch die Umsetzung gezielter Maßnahmen zur Früherkennung, um Personen mit erhöhtem Diabetesrisiko zu identifizieren. Nach Diagnosestellung werden in einer Basisuntersuchung nicht nur zusätzliche Risikofaktoren und Begleiterkrankungen erfasst, sondern auch das psychosoziale Umfeld des Patienten erörtert. Anhand dieser umfassenden Untersuchungen wird dem Patienten eine umfassende strukturierte Langzeitbetreuung angeboten, die darauf ausgerichtet ist, gemeinsam vereinbarte Therapieziele auch tatsächlich zu erreichen. Die Überprüfung der vereinbarten Therapieziele und der Behandlungserfolge soll auch mit Hilfe einer standardisierten Dokumentation im Diabetes-Pass erfolgen.

In Kooperation mit der Ärztekammer und dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger sowie durch die Unterstützung der pharmazeutischen Industrie konnte dieses wichtige Projekt der ÖGAM gemeinsam mit der ÖDG realisiert werden.

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