Sacher: Wachaubahn - Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube

Pröll leistete schon dutzende Versprechungen zu Nahverkehr und Straßenprojekten - allein die Umsetzung blieb aus

St. Pölten, (SPI) - "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube", lautet der Kommentar des Zweiten NÖ Landtagspräsidenten LAbg. Ewald Sacher, Bezirksvorsitzender der SPÖ Krems und Mitglied des Arbeitskreises Wachau, angesichts der jüngsten Meldungen, LH Pröll und Staatssekretär Kukacka hätten einen Vertrag unterschrieben, nach dem - nach der Wahl - der Fortbestand der Wachaubahn durch Sanierung des Steinbruches in Spitz garantiert würde. "Wenn das nicht nur bis zum 1. Oktober gilt, dann freut uns Wachauer das sehr", fügt Sacher hinzu.****

"Allein: Der Herr Landeshauptmann hat mit den diversen Verkehrsministern, Staatssekretären und ÖBB-Generaldirektoren der letzten Jahre schon so viele Pakte unterschrieben, dass man sie fast nur mehr nach dem Gewicht des Papiers bewerten kann, auf dem sie geschrieben wurden", führt Sacher weiter aus. Die Glaubwürdigkeit ist dahin, denn der Kampf um unsere Regionalbahnen ist ja nur deswegen notwendig, weil eben diese Bundesregierung den ÖBB dermaßen den Sparwürgegriff angelegt hat, dass dutzende Strecken verlottert, vernachlässigt und ausgehungert wurden", setzt Sacher fort. "24 Tage vor der Wahl kommt nun eine Botschaft, die Wachaubahn sei gerettet. Das kennen wir bereits von der Mariazellerbahn, für die diese Bundesregierung trotz Versprechen und Verträgen keinen Finger gerührt hat, und von vielen anderen Strecken, ganz besonders in Niederösterreich. Das nehmen die Menschen der ÖVP einfach nicht mehr ab, dass sie nun plötzlich ein Herz für den Nahverkehr und die Nebenbahnen hätte", so Sacher weiter.

LT-Präsident Sacher weist darüber hinaus auf eine ganze Reihe von nicht eingehaltenen Versprechen bezüglich Verkehrspolitik in der Region Krems hin: "Was ist mit der Donaubrücke Grunddorf-Traismauer, die eigentlich heuer in Bau gehen sollte, Herr Landeshauptmann, Herr Staatssekretär? Was ist mit der Sanierung der beschädigten Eisenbahnbrücke in Krems, seit Juni sollten die Züge fahren? Warum kommt der vierspurige Ausbau der S 5 bis Krems plötzlich erst in vier Jahren? Wo bleibt die Garantie für die Kamptalbahn?" Fragen über Fragen, die in Vorwahlzeiten äußerst unangenehm sein dürften - erhält man darauf doch gar keine Antworten! "Auf meine Anfrage an den Landeshauptmann in seiner Eigenschaft als NÖ Verkehrsreferent bezüglich Sanierung der Kremser Eisenbahnbrücke hat mir dieser lediglich geantwortet, dass er mir keine Antwort gibt, weil das nicht seine Kompetenz sei. Wofür ist der NÖ Verkehrsreferent dann eigentlich da?" schließt Sacher seine Kritik.
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