Rasinger: Ärzte/innen große Gewinner der Steuerreform

Zehn Prozent des Gewinns ab 2007 steuerfrei

Wien, 7. September 2006 (ÖVP-PK) "Ärzte und Ärztinnen sind die großen Gewinner der Steuerreform", stellte ÖVP-Gesundheitssprecher Dr. Erwin Rasinger fest. Das KMU-Steuerreform-Paket der Bundesregierung, das im Parlament noch vor der Sommerpause beschlossen wurde, richtet sich vor allem an Ärztinnen und Ärzte, da sie als klassische Einnahmen/Ausgaben-Rechner besonders profitieren. "Dieses KMU-Paket war notwendig, da Ärzte/innen bedingt durch die permanenten Fortschritte der modernen Medizin einen höheren Investitionsbedarf haben als andere Freiberufler", so Rasinger weiter. ****

Ab 2007 wird es einen "Freibetrag für investierte Gewinne" geben, der für die Einnahmen/Ausgaben-Rechner - zu denen Ärzte gehören - höchst interessante Einsparungspotentiale bringen kann. Mit der jetzigen Regelung ist geplant, dass der Freibetrag jährlich unabhängig von der Vorgangsweise und Investitionstätigkeit der Vorjahre ausgeübt werden kann. Begünstigt ist die Anschaffung von abnutzbaren körperlichen Anlagegütern. Der maximale Freibetrag ist zwar mit 100.000 Euro begrenzt, aber er ist bei Ärtzen mit hohem Einkommen sogar noch attraktiver ausgefallen, als die Begünstigung für nicht entnommene Gewinne in Zuge der Steuerreform: Ein Freiberufler mit einem steuerpflichtigen Gewinn von einer Million Euro kann damit nämlich pro Jahr 100.000 Euro steuerfrei stellen und sich daher 50.000 Euro an Einkommensteuer ersparen. Dieser Freibetrag gilt übrigens sogar für den Erwerb bestimmter Wertpapiere, mit denen für spätere Investitionen vorgesorgt wird. Diese müssen im Gegensatz zum nicht entnommenen Gewinn nur vier Jahre im betrieblichen Vermögen gehalten werden.

Ab 2007 steigt außerdem die Kleinstunternehmergrenze von 22.000 Euro auf 30.000 Euro, das bedeutet, dass auch nicht-ärztliche Tätigkeiten ohne Umsatzsteuer verrechnet werden können, wenn der jährliche Gesamtumsatz 30.000 Euro netto nicht übersteigt. Zusätzlich gestattet die Finanz ein einmaliges Überschreiten dieser Grenze um 15 Prozent. "Weiters können alle Ärzte/innen innerhalb von drei Jahren ihre Verluste von der Steuer abziehen und damit die Steuerlast zukünftiger Gewinne reduzieren", so der ÖVP-Gesundheitssprecher weiter.

Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel hat zudem angekündigt, bei der nächsten Steuerreform einen einheitlichen Unternehmenssteuersatz von 25 Prozent verwirklichen zu wollen. Das würde auf der geltenden Rechtslage bei Privatentnahmen einen Höchststeuersatz von 43 Prozent gegenüber den jetzigen 50 Prozent bedeuten. Damit werden Ärzte den GesmbHs gleichgestellt und betriebsbedingte Umgründungen in GesmbHs, die überdies erst ab 130.000 Euro vorteilhaft gewesen wären, überflüssig gemacht.

"Das sind die konkreten Angebote, die diese Bundesregierung für uns Ärzte bereitstellt: Eine zuverlässige Steuerpolitik, ohne leere Versprechungen und mit realen Entlastungen und Vergünstigungen", so Rasinger abschließend.

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