JUNG: Generalschwemme und Jubelmeldungen, aber keine Fahrzeuge!

Wien, 07-09-2006 (fpd) - Der Sprecher des Arbeitskreises "Sicherheitspolitik und Bundesheer" kritisiert die Ernennung von Spitzenmilitärs ohne sachliche Begründung. "Ganz still und heimlich, ohne den bei Platter sonst üblichen Medienrummel, wurde der Verantwortliche für die missglückte Heeeresreform zum Generalleutnant (der Vierte mit 3 Sternen!) ernannt. Ob als Belohnung oder Schweigegeld bleibt offen. Planposten dafür gibt es allerdings keinen. Seit 4 Jahren wird nun an der Reform herumgedoktert, einziges greifbares Ergebnis ist die Ablöse nicht erwünschter Militärs durch Platterjünger, für die nun "Placidoposten" zur Versorgung geschaffen werden müssen, so heute FP-LAbg. GR Wolfgang Jung.

Das Herr löst sich inzwischen auf. Kein einziger Verband kann mehr mobil gemacht werden. Dafür arbeitet der Medien und Jubelapparat auf Hochtouren - manchmal auch zu schnell. So wurde eine teure Hochglanzwerbebroschüre produziert und sofort wieder eingezogen auf deren Titel ein Heereshubschrauber in den Alpen zu sehen war. Der Gipfel dahinter war - peinlich genug - das Matterhorn in der Schweiz. Eine Aussendung vom 5.September verkündet stolz, dass im vergangenen Jahr 162 Unteroffiziere an der Heeresunteroffziersakademie ausgebildet wurden. Dass dies weit unter dem Bedarf liegt (es gibt keine Planposten für UO - nur für Generale) und dass diese, an sich hervorragende Schule, um überhaupt ausbilden zu können, Fahrzeuge aus dem ganzen Bundesheer erbetteln muss, meldet der Hauspressedienst nicht. Auch nicht, dass z.B. das Jägerbaon 24 in Lienz zwar Ausbildung betreiben muss, aber über keine eigenen Mannschaftstransportfahrzeuge verfügt, wird vornehm geschwiegen. "Bundesheer on the Road" gibt es (zufällig) derzeit nur als Vorwahlschau!

1000 Fahrzeuge will der Minister in den nächsten Jahren beschaffen, wird triumphierend hinausposaunt. Dass seine eigene Kontrollsektion kürzlich die sofortige Ausscheidung von 900(!) Fahrzeugen empfohlen hat, will er nicht kommentieren.
"Und der Generalstabschef, der höchste Offizier des Heeres, schweigt zu dieser Misere. Es sollte seine Aufgabe sein, die Interessen des Heeres zu vertreten und nicht nur zu repräsentieren! Dafür ist er stolz darauf, mit dem Abgeordneten Pilz per Du zu sein. Vielleicht ist das ja schon bald sein nächster Minister?" so Jung abschließend. (Schluß)

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