Nationalratspräsident Khol eröffnet Fotoausstellung im Parlament "Objektiv Südtirol" gibt Einblick in aktuelle Südtiroler Kunstszene

Wien (PK) - Nationalratspräsident Khol eröffnete heute eine Ausstellung moderner Fotokunst im Parlament. Unter dem Titel "Objektiv Südtirol - Das Medium Fotografie in den Werken von Südtiroler Künstlerinnen und Künstlern" präsentiert der Südtiroler Künstlerbund im Auftrag der Kulturabteilung der Südtiroler Landesregierung 22 Kunstschaffende der italienischen, deutschen und ladinischen Sprachgruppe. Gezeigt werden Werke von Thea Blaas, Julia Bornefeld, Ivo Corrà, Arnold Mario Dall'O, Ulrich Egger, Tomas Eller, Michael Fliri, Werner Gasser, Elisabeth Hölzl, Wil-ma Kammerer, Erich Kofler-Fuchsberg, Hubert Kostner, Philipp Messner, Christian Niccoli, Brigitte Niedermair, Josef Rainer, Valentina Sartori, Peter Senoner, Barbara Tavella, Paul Thuile, Karl Heinz Unterfrauner und Gustav Willeit.

Bei der Begrüßung zeigte sich Nationalratspräsident Andreas Khol darüber erfreut, dass zur Ausstellungseröffnung so viele Tirolerinnen und Tiroler gekommen sind. Es sei das erste Mal, dass sich Kunstschaffende aus Südtirol im Parlament präsentieren, betonte er. Allerdings befinde sich, so Khol, "sehr viel Südtiroler Stein" im Hohen Haus, etwa Laaser und Sterzinger Marmor.

Sabina Kasslatter Mur, Südtiroler Landesrätin für Denkmalpflege, deutsche Kultur und Familie, verwies auf die Bedeutung, Südtiroler Kunst und Kultur auch außerhalb des Landes zu präsentieren. Das sei ein Mittel gegen Nabelschau, helfe gegen Abschottung und gebe den Kunstschaffenden die Möglichkeit, sich auszutauschen und weiterzuentwickeln. Wien werde auch in Zukunft ein zentraler Bezugsort für die Südtiroler Kunstszene sein, zeigte sich Kasslatter Mur überzeugt, viele Südtiroler Künstlerinnen und Künstler hätten hier ihre Grundausbildung erhalten.

Helga von Aufschnaiter, Präsidentin des Südtiroler Künstlerbundes, machte darauf aufmerksam, dass die Ausstellung im Parlament mit dem 60. Geburtstag des Südtiroler Künstlerbundes zusammenfalle. Die "Schau raffinierter Lichtbildkunst" könne auch als Zeitbild gesehen werden, meinte sie, seien doch alle Werke in den letzten Jahren entstanden.

Die einzelnen Künstlerinnen und Künstler wurden von der Kuratorin der Ausstellung, Letizia Ragaglia, vorgestellt. Die Werke verdeutlichten, dass Fotografie nicht nur dokumentieren, sondern auch inszenieren könne, erklärte sie. Fotografie sei kein trockenes Medium, sondern rufe, nicht zuletzt weil sie persönliche Auszüge aus der Realität zeige, Emotionen hervor.

Fotografie spielt in der gegenwärtigen Südtiroler Kunstszene eine zunehmend wichtigere Rolle. Die meisten der an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen und Künstler arbeiten nicht ausschließlich mit Fotografie, sie nehmen jedoch die Möglichkeit wahr, mit Hilfe dieses Mediums ihre eigene künstlerische Position zu bekräftigen. Einige von ihnen gehen dabei bewusst auf die Tradition ein und verarbeiten sie subtil. Zum Teil wird die Fotografie auch mit anderen Ausdrucksformen wie Zeichnung, Collage oder Holzdruck verbunden.

Die Ausstellung "Objektiv Südtirol" ist noch bis zum 11. September in der Säulenhalle des Parlaments zu sehen und kann im Rahmen einer Führung zu folgenden Terminen kostenlos besichtigt werden:
Donnerstag, 7. September, 11.30 Uhr und 15.30 Uhr, Freitag, 8. September, 11.30 Uhr und Samstag, 9. September, 12.30 Uhr. Treffpunkt für die Führungen ist das Besucherzentrum des Parlaments. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

HINWEIS: Fotos von der Ausstellungseröffnung finden Sie - etwas zeitverzögert - auf der Website des Parlaments im
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/PAGE/SK/FOTOALBUM/:
http://www.parlament.gv.at. (Schluss)

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