Erste Daten zur Kreuzprotektion durch den HPV-Vierfachimpfstoff aus klinischen Studien zur protektiven Wirksamkeit: Mögliche Ausdehnung der protektiven Wirkung beim Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

Brunn am Gebirge (OTS) - Eine neue Untersuchung (A) zu dem HPV -Vierfachimpfstoff (Typen 6, 11, 16, 18) von Sanofi Pasteur MSD gegen humane Papillomaviren kommt zu dem Schluss, dass die durch Impfung mit HPV - Vierfachimpfstoff induzierten Antikörper möglicherweise auch andere ähnliche, aber nicht im Impfstoff enthaltene HPV-Typen (sogenannte Nicht-Impfstoff-HPV-Typen) neutralisieren. Dies könnte bedeuten, dass die präventive Wirkung von HPV - Vierfachimpfstoff über die im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen hinaus geht. Diese sogenannten Nicht-Impfstoff-HPV-Typen sind verwandt mit den Impfstoff-HPV-Typen. In dieser Untersuchung konnte gezeigt werden, dass die durch die Impfung mit HPV - Vierfachimpfstoff gebildeten Antikörper mit vier weiteren Krebs verursachenden HPV-Typen (31, 45, 52 bzw. 58) reagierten, gegen die der Impfstoff nicht (direkt) gerichtet ist. Diese Reaktion bezeichnet man als Kreuzreaktion. Die Antikörper zeigten die Fähigkeit, die Nicht-Impfstoff-HPV-Typen 31 und 45 zu neutralisieren. Diese als Kreuzneutralisation bezeichnete Reaktion bedeutet, dass die Impfung mit HPV - Vierfachimpfstoff auch die Infektion mit HPV-Virustypen verhindern könnte, gegen die der Impfstoff nicht (direkt) gerichtet ist. Diese Daten wurden heute auf der 23. internationalen Papillomavirus-Konferenz (IPC) in Prag vorgestellt. Weitere klinische Studien mit relevanten klinischen Endpunkten werden zeigen, ob die beobachtete Kreuzneutralisation auch in die Prävention von Erkrankungen mündet, die durch diese Nicht-Impfstoff-HPV-Typen verursacht werden. Dies könnte dann als Kreuzprotektion bezeichnet werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind für keinen Impfstoff gegen humane Papillomaviren Daten veröffentlicht worden, die eine solche Kreuzprotektion belegen.

Der HPV - Vierfachimpfstoff dient der Prävention von Gebärmutterhalskrebs und anderen Erkrankungen, die durch humane Papillomaviren verursacht werden, wie Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses, Genitalwarzen und andere HPV-bedingte Läsionen der weiblichen Genitalorgane. Der Impfstoff ist direkt gegen die humanen Papillomaviren der Typen 6, 11, 16 bzw. 18 gerichtet, die häufiger als alle anderen die Gesundheit der Frau gefährden. Die humanen Papillomaviren der Typen 16 und 18 sind für 75 Prozent aller Zervixkarzinome in Europa verantwortlich. Die mit ihnen eng verwandten humanen Papillomavirustypen 31 und 45 sind gemeinsam für 8 bis 9 Prozent (a) aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich.

(a) Basierend auf Munoz et al. Int J Cancer 2004;111:278-85

Prävention von Gebärmutterhalskrebs und weiteren
durch humane Papillomaviren verursachten Erkrankungen

In Europa (b) ist Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache junger Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Jedes Jahr wird in Europa bei rund 33.500 Frauen Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, und rund 15.000 Frauen sterben an dieser Erkrankung. Das bedeutet, täglich sterben 40 Frauen oder auch etwa alle 30 Minuten stirbt eine Frau an Gebärmutterhalskrebs.(1)

(b) Europäische Union (25) sowie Island, Norwegen und die Schweiz

Außer Gebärmutterhalskrebs gibt es noch weitere Erkrankungen, die durch humane Papillomaviren verursacht werden können. Die Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs sind geringgradige präkanzeröse Läsionen (CIN1)(c). Diese Läsionen führen bei der Krebsvorsorgeuntersuchung zu auffälligen Ergebnissen und erfordern eine ärztliche Überwachung. Sie können sich entweder spontan zurückbilden oder zu präkanzerösen Zervixläsionen höheren Grades (CIN2/3) progredieren. Diese höhergradigen Läsionen können sich zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Sobald eine solche Krebsvorstufe diagnostiziert wird, ist eine operative Entfernung erforderlich. Frauen sind oft durch die Vorsorgeuntersuchungen beunruhigt oder empfinden diese als unangenehm oder schmerzhaft. Das Warten auf die Ergebnisse kann die Patientinnen verunsichern, und die Mitteilung eines auffälligen Ergebnisses oder eine notwendige Wiederholung der Untersuchung, zur Klärung der Diagnose vergrößern die emotionale Belastung.(2,3) Schätzungen zufolge werden in Europa (d) jedes Jahr 554.000 durch humane Papillomaviren verursachte neue Fälle(4,5) von CIN1 und 163.000 neue Fälle (5,6) von CIN2/3 diagnostiziert.

(c) Zervikale intraepitheliale Neoplasie
(d)Die Berechnung basiert auf US-amerikanischen Daten aus dem Jahre 1998 sowie Bevölkerungsdaten von www.PopulationData.net. Die Anzahl der Papillomavirus-bedingten Läsionen wurde wie folgt ermittelt:
jährliche Inzidenz von Läsionen multipliziert mit der weiblichen EU-Bevölkerung und Prävalenz der Papillomavirustypen.

Neben Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen kann es auch zu Läsionen des äußeren Genitale kommen, einschließlich Läsionen der Vulva, der Vagina und Genitalwarzen. Höhergradige Präkanzerosen der Vulva und der Vagina (VIN 2/3 bzw. VaIN 2/3) (e,f) können zu einem Vulva- bzw. Vaginalkarzinom führen.(7,8) Die Behandlung von Läsionen der Vulva und der Vagina zur Vorbeugung der potenziellen Progression zum Vulva- bzw. Vaginalkarzinom ist schwierig. Wenn ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Läsionen erforderlich wird, kann das für die betroffene Frau gravierende Auswirkungen haben. Man schätzt, dass in Europa jedes Jahr 27.000 neue Fälle von VIN2/3 bzw. VaIN2/3 (9,10,11,12,13) diagnostiziert werden, die auf humane Papillomaviren zurückzuführen sind.

(e) Vulväre intraepitheliale Neoplasie
(f) Vaginale intraepitheliale Neoplasie

Genitalwarzen können erhebliche Ängste auslösen, die möglicherweise auch die persönlichen Beziehungen der Betroffenen beeinflussen. Die zurzeit verfügbaren Therapiemöglichkeiten sind schmerzhaft, und die Rezidivrate ist hoch, da meist nur die sichtbaren Läsionen entfernt werden, während die Infektion weiter besteht.(14,15) Schätzungen zufolge werden jedes Jahr in Europa 250.000 neue Fälle der durch humane Papillomaviren verursachten Genitalwarzen bei Frauen diagnostiziert.(g),(16)

(g) Die Berechnung basiert auf britischen Daten aus dem Jahre 2002 sowie Bevölkerungsdaten von www.PopulationData.net. Die Anzahl der Fälle von Genitalwarzen bei Frauen in der EU wurde wie folgt ermittelt: die Fälle von Genitalwarzen bei der britischen weiblichen Bevölkerung multipliziert mit der weiblichen EU-Bevölkerung und anschließend dividiert durch die weibliche Bevölkerung Großbritanniens.

Die humanen Papillomavirustypen 6, 11, 16 und 18
beeinträchtigen die Gesundheit von Frauen am häufigsten

Zusammen sind die humanen Papillomavirustypen 16 und 18 jedes Jahr in Europa für schätzungsweise 25.000 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs (1,6) (75 Prozent) und für 1.900 neue Fälle eines Vulva- oder Vaginalkarzinoms verantwortlich. (11,17,18) Des Weiteren verursachen sie schätzungsweise jedes Jahr in Europa 112.000 neu auftretende höhergradige Präkanzerosen des Gebärmutterhalses (CIN2/3) (5,19) und 24.000 neue Fälle von höhergradigen Präkanzerosen der Vulva oder der Vagina (VIN2/3 bzw. VaIN2/3). (9,10,11,13) Etwa 280.000 Fälle von möglicherweise präkanzerösen, aber noch geringgradigen Läsionen des Gebärmutterhalses (CIN1) werden von den humanen Papillomaviren der Typen 6,11,16 und 18 zusammen jährlich in Europa verursacht. Bei der Vorsorgeuntersuchung kann man nicht zwischen Läsionen, die durch die normalerweise nicht onkogenen Typen 6 und 11 verursacht wurden, und den durch die onkogenen humanen Papillomavirustypen 16 oder 18 verursachten Läsionen unterscheiden. Die durch nicht onkogene Typen verursachten Läsionen müssen ebenso ärztlich überwacht werden, einschließlich wiederholter Abstriche, Kolposkopien (h) und gegebenenfalls notwendiger diagnostischer Biopsien (i). Schließlich sind humane Papillomaviren der Typen 6, 11, 16 und 18 auch jedes Jahr in Europa für 225.000 neue Fälle von Genitalwarzen (8,16) bei Frauen verantwortlich (90 Prozent aller Fälle von Genitalwarzen).

(h)Visuelle Untersuchung des Gebärmutterhalses zur Abklärung der Ursache von auffälligen Befunden, die zum Beispiel im Rahmen der Vorsorge¬untersuchung gefunden wurden.
(i) Eine Biopsie ist die Entnahme einer Gewebeprobe für eine histologische Untersuchung zur Abklärung der Diagnose.

Hohe Wirksamkeit in Bezug auf die wichtigsten Endpunkte
in großen klinischen Studien der Phase II und IIIB

In klinischen Studien zeigte der HPV - Vierfachimpfstoff eine 100%-ige Wirksamkeit in der Prävention durch humane Papillomaviren der Typen 16 bzw. 18 bedingter höhergradiger zervikaler Präkanzerosen (CIN2/3) (j). CIN2/3 ist der klinisch relevanteste Studien-Endpunkt für die Zulassungsbehörden und die Weltgesundheitsorganisation (WHO), um die Wirksamkeit der Prävention von Gebärmutterhalskrebs nachzuweisen. Die Wirksamkeit von HPV - Vierfachimpfstoff in der Prävention der durch humane Papillomaviren der Typen 6, 11, 16 bzw. 18 bedingten höhergradigen Präkanzerosen der Vulva (VIN2/3) (k) lag ebenfalls bei 100 Prozent. Auch wenn die Ergebnisse bezüglich der Prävention höhergradiger Präkanzerosen der Vagina (VaIN2/3), die durch die humanen Papillomavirustypen 6, 11, 16 bzw. 18 verursacht werden, keine statistische Signifikanz erreicht haben, so wurden doch in der Impfstoffgruppe kein Fall und in der Placebogruppe fünf Fälle beobachtet.

(j) 95% KI [92,9; 100]
(k) 95% KI [41,4; 100]

In der sogenannten Future (l) I-Studie, in der Zervixläsionen sämtlicher Schweregrade (CIN1 bis CIN3) Endpunkte waren, zeigte der HPV - Vierfachimpfstoff eine 100%-ige Wirksamkeit in der Prävention potenziell präkanzeröser, durch humane Papillomaviren der Typen 6, 11, 16 oder 18 bedingter Zervixläsionen niedrigen Grades (CIN1) (m) sowie eine Wirksamkeit von 93,1 Prozent, wenn die Daten verschiedener klinischer Studien (n) zusammengefasst und analysiert werden. In der Future I-Studie, in der auch Läsionen des äußeren Genitale ein Studien-Endpunkt waren, zeigte der HPV - Vierfachimpfstoff ebenfalls hinsichtlich der Prävention der durch die humanen Papillomavirustypen 6, 11, 16 oder 18 verursachten Genitalwarzen (o) eine 100%-ige Wirksamkeit und eine Wirksamkeit von 98,9 Prozent, wenn die Daten verschiedener klinischer Studien (p) zusammengefasst und analysiert werden (q).

(l) Future: Females United To Unilaterally Reduce Endo- /ectocervical disease
(m) 95% KI [84,1; 100]
(n) 95% KI [81,4; 98,2]
(o) 95% KI [86,4; 100]
(p) 95% KI [81,4; 98,2]
(q) 95% KI [93,7; 100]

In das klinische Entwicklungsprogramm des HPV -Vierfachimpfstoffes für Studien der Phase II und III sind circa 27.000 Probandinnen aus 33 Ländern weltweit eingeschlossen.

Informationen zum HPV - Vierfachimpfstoff

Der HPV - Vierfachimpfstoff wurde von Merck & Co. Inc. und Sanofi Pasteur MSD entwickelt. In Europa wird der Impfstoff durch Sanofi Pasteur MSD GmbH vertrieben werden. HPV - Vierfachimpfstoff erhielt am 27.6.2006 eine positive Bewertung vom Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) (r), dem wissenschaftlichen Gremium der europäischen Zulassungsbehörde EMEA. Der Impfstoff ist indiziert zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs, hochgradigen Dysplasien von Zervix (CIN2/3) und Vulva (VIN2/3) sowie von Genitalwarzen (Condylomata acuminata), die durch die humanen Papillomaviren der Typen 6, 11, 16 bzw. 18 verursacht werden. Der HPV -Vierfachimpfstoff kann Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 15 Jahren und jungen Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren verabreicht werden. Die Europäische Kommission kann nun eine Zulassung binnen weniger Wochen erteilen.

(r) Das CHMP ist der Wissenschaftliche Ausschuss der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA), der die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln in der Europäischen Union bewertet.

Der HPV - Vierfachimpfstoff wurde am 1. Juni 2006 in Mexiko zugelassen, am 8. Juni in den USA, am 16. Juni in Australien, am 18. Juli in Kanada, am 20. Juli in Neuseeland und am 28. August in Brasilien. Am 29. Juni empfahl der Beratungsausschuss für Impfungen ACIP (Advisory Committee on Immunization Practices) der US-Bundesbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) die Routineimpfung 11- bis 12-jähriger Mädchen mit dem HPV -Vierfachimpfstoff sowie eine Impfung 13- bis 26-jähriger Mädchen und Frauen, die noch nicht geimpft wurden.

Merck hat die Zulassung des HPV - Vierfachimpfstoff auch in einer Reihe weiterer Länder in der ganzen Welt beantragt, darunter Argentinien, Brasilien und Taiwan. Darüber hinaus ist Merck bestrebt, die Verfügbarkeit des HPV - Vierfachimpfstoffes in den Entwicklungsländern zu beschleunigen: Im Dezember 2005 kündigte Merck eine Partnerschaft mit Indiens Council of Medical Research in Bezug auf HPV - Vierfachimpfstoff-Studien an. Merck arbeitet außerdem mit der internationalen Organisation PATH (Program for Appropriate Technology in Health) und der Gates-Stiftung zusammen, um Impfprogramme gegen humane Papillomaviren zu entwickeln, die die Einführung von des HPV - Vierfachimpfstoffes in den ärmsten Ländern erleichtern sollen.
Im Jahr 1995 ist Merck eine Lizenzvereinbarung und Kooperation mit CSL Limited hinsichtlich der bei dem HPV - Vierfachimpfstoff verwendeten Technologie eingegangen. Der Impfstoff unterliegt auch noch weiteren Lizenzvereinbarungen mit Dritten.

Einzelheiten zu Studien

A Diese Studie untersuchte, ob die Serumantikörper der in klinischen Studien mit HPV - Vierfachimpfstoff geimpften Patientinnen mit den VLP (s) (virus-like particles) von Nicht-Impfstoff-HPV-Typen kreuzreagieren oder in der Lage sind, diese VLP zu binden. Es wurden 10 Seren von Studienteilnehmerinnen, die mit dem HPV -Vierfachimpfstoff geimpft wurden, in die Studie eingeschlossen. Die GMT im Monat 7, also einen Monat nach der dritten Impfung mit dem HPV - Vierfachimpfstoff, entsprachen etwa den GMT der Probandinnen der Immunogenitätsstudie 007. Der HPV - Vierfachimpfstoff induzierte die Bildung von Antikörpern, die mit den VLP der humanen Papillomaviren der Typen 31, 45, 52 und 58 kreuzreagieren und diese binden. Mit einem so genannten Pseudovirion(t) -Neutralisations-Test (Pseudovirion neutralisation assay: PsV) kann der durch die Impfung erzielte Antikörperschutz vor Virusinfektion direkt gemessen werden. Synthetische Viren simulieren in diesem Test eine Infektion der Zellen mit humanen Papillomaviren. In der Studie wurde mit Hilfe dieses Tests gezeigt, dass die durch die Impfung mit dem HPV -Vierfachimpfstoff gebildeten Serumantikörper Pseudovirionen der humanen Papillomaviren neutralisieren können. Dies ist auch dann der Fall, wenn die Pseudoviren nicht die Impfstoff-HPV-Typen imitieren, sondern auch, wenn es sich um nahe verwandte Typen der Impfstoff-HPV-Typen handelt. In dieser Untersuchung konnte bei in vitro-Versuchen gezeigt werden, dass bei 10 der 10 vorliegenden Seren das Pseudovirion des Impfstoff-HPV-Typs 18, bei 6 der 10 Seren das Pseudovirion des HPV-Typs 45 sowie bei 8 der 10 Seren das Pseudovirion des HPV-Typs 31 neutralisiert wird.

(s) Virus like particles (VLP) sind leere Virushüllen, die aus Virusprotein bestehen und keine Virus-DNA enthalten. Diese VLP werden vom menschlichen Immunsystem als Viren wahrgenommen und lösen daher eine Immunreaktion aus, ohne die entsprechende Erkrankung verursachen zu können. Der HPV - Vierfachimpfstoff enthält VLP der humanen Papillomaviren 6, 11, 16 und 18.
(t) Synthetisches Virus zur Simulation einer Infektion der Zellen mit humanem Papillomavirus

B Die Wirksamkeit des HPV - Vierfachimpfstoffes wurde in vier placebokontrollierten, doppelblinden, randomisierten klinischen Studien der Phase II und III bewertet. Die erste Phase II-Studie untersuchte die HPV 16-Komponente des HPV - Vierfachimpfstoffes (Protokoll 005, n=2.391) und die zweite bewertete sämtliche Komponenten des HPV - Vierfachimpfstoffes (Protokoll 007, n=551). Die Phase III-Studien untersuchten den HPV - Vierfachimpfstoff bei 5.442 (FUTURE I bzw. Protokoll 013) und 12.157 Probanden (FUTURE II bzw. Protokoll 015). Zusammengenommen wurden in diesen vier Studien 20.541 Frauen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren (bei Studieneinschluss) eingeschlossen, die in drei Studien 3 Dosen des tetravalenten Impfstoffs gegen humane Papillomaviren (Typen 6, 11, 16, 18) am Tag 1 der Studie sowie nach 2 und 6 Monaten erhalten hatten und in einer Studie 3 Dosen des monovalenten Impfstoffes gegen den humanen Papillomavirustyp 16 am Tag 1 der Studie sowie nach 2 und 6 Monaten erhalten hatten. Zu bestimmten festgelegten Zeitpunkten während der Studie wurden die Frauen untersucht und Tests durchgeführt, um das Vorhandensein humaner Papillomaviren bzw. von Zervixläsionen zu prüfen. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug für Protokoll 005 4,0 Jahre, für Protokoll 007 3,0, für FUTURE I 2,4 und FUTURE II 2,0 Jahre.
Future: Females United To Unilaterally Reduce Endo-/ectocervical disease

Sanofi Pasteur MSD GmbH ist das einzige Unternehmen in Europa, das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Impfstoffen spezialisiert hat. Dabei kann der Impfstoffexperte auf die Produktinnovationen und die Forschungserfahrungen von Sanofi Pasteur (Frankreich) und Merck & Co. Inc. (USA) zurückgreifen. Beide Anteilseigner halten je 50 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen Sanofi Pasteur MSD. Weltweit arbeiten Forscherteams an der Entwicklung neuer Impfstoffe für Europa. Dabei stehen zwei Ziele im Vordergrund: Zum einen die Ausdehnung des Impfschutzes auf Krankheiten, gegen die es bisher keinen Impfstoff gibt. Zum anderen die Verbesserung bestehender Impfstoffe, um die Verträglichkeit, Wirksamkeit und die Akzeptanz von Impfungen zu optimieren.

Referenzen:

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