Wiens Bürgermeister Michael Häupl: "Es ist schwierig, aber der erste Platz ist machbar".

Bei Regierungsverhandlungen werde die SPÖ "nicht mit dem schwarzen Mascherl und dem weißen Serviertuch Bestellungen aufnehmen".

Wien (OTS) - Wiens Bürgermeister Michael Häupl hält den ersten Platz bei der Nationalratswahl für die SPÖ für erreichbar, sagt er im Interview für das morgen erscheinende Magazin NEWS: "Wir haben nach dem Super-GAU der Bawag-Geschichte, der uns acht Prozent gekostet hat, die Talsohle durchschritten. Wir sind noch weit entfernt vom Ziel, die Nummer eins zu werden, aber wir haben gute Chancen. Es ist schwierig, aber der erste Platz ist machbar."

Das Wahlbündnis mit den Liberalen hält er für eine "sehr gute Entscheidung". Man könne ein gutes Stück des Weges gemeinsam gehen:
"Es gibt gemeinsame Ziele, gerade, was die Fragen Demokratie, Freiheit, Toleranz, Zusammenleben von Kulturen, Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus betrifft. In diesen Bereichen drängt sich eine Zusammenarbeit geradezu auf, um gemeinsam die ausländerfeindlichen und rassistischen Übergriffe in der Innenpolitik zu verhindern."

Die SPÖ solle nicht um jeden Preis in eine Regierung gehen, sonder nur dann, wenn ein Regierungsprogramm eindeutige SPÖ-Handschrift aufweise. Für viel wahrscheinlicher jedoch hält er eine schwarz-grüne Koalition nach der Wahl: "Wenn sich Schwarz-Grün ausgeht, wird es Schwarz-Grün geben, davon bin ich zutiefst überzeugt."

Sollte die SPÖ nur Zweiter werden, Rot-Grün aber möglich sein, dann, so Häupl: "Werden wir uns bemühen. Aber wir werden nicht an der politischen Versteigerung teilnehmen, die die Frau Glawischnig offensichtlich herbeisehnt. Wir stehen nicht mit dem schwarzen Mascherl und dem weißen Serviertuch über dem Arm dort, um Bestellungen aufzunehmen."

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