Weinzinger: Tierschutzrat beim Handbuch für Tierhalter/innen völlig ignoriert

Zukunft des Affenhauses in Gänserndorf weiterhin ungewiss

Wien (OTS) - "Ministerin Rauch-Kallat hat den Tierschutzrat bei
der Erstellung des Handbuchs zur Evaluierung für Tierhalter/innen in der Landwirtschaft gänzlich ignoriert, obwohl dieser mehrmals die Vorlage der Entwürfe für das Handbuch gefordert hat", kritisiert die Tierschutzsprecherin der Grünen Brigid Weinzinger. Das sei ein totaler Affront, denn der Tierschutzrat, bestehend aus den Tierschutzombudsleuten, ExpertInnen und InteressensvertrerInnen, sei ja laut Gesetz zur Beratung der zuständigen Ministerin für Tierschutz eingerichtet worden und müsse bei der Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung des Vollzugs mit einbezogen werden, erläutert Weinzinger. "Zu prüfen wird jedenfalls sein, wie weit das Handbuch die Handschrift des ÖVP-Bauernbundes trägt", so Weinzinger.

"Die Selbstevaluierung der Betriebe ist zwar eine notwendige Maßnahme, allerdings müssen auch unabhängige Kontrollen sichergestellt werden, und zwar mit Schwerpunkt auf industrielle Tierhaltungsbetriebe und gezielte Nachkontrollen bei beanstandeten Betrieben", fordert Weinzinger und weiter: "Ich bin enttäuscht, dass BM Rauch-Kallat auch heute kein Konzept zur Lösung der Frage, was mit den Schimpansen des Affenhauses in Gänserndorf passieren soll, vorgelegt hat". Derzeit seien im Affenhaus 44 Schimpansen und andere Versuchsaffen untergebracht und ihre Zukunft sei mehr als ungewiss. In einer gestrigen Aussendung starteten die Grünen eine Aktion zur Rettung des Affenhauses und Schaffung eines Zentrums für Verhaltensforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Wien. "Die Grünen haben die Probleme im Zusammenhang mit dem Konkurs des ehemaligen Safariparks Gänserndorf während der gesamten Legislaturperiode in Form von Anträgen oder Anfragen im Parlament thematisiert", betont Weinzinger. Allerdings sei weder von den Regierungsparteien noch von zuständigen Ministerien Unterstützung gekommen.

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