Pirker: Albanien muss Kampf gegen Organisierte Kriminalität intensivieren

Stabilisierungsabkommen ist große Chance für EU und Albanien

Straßburg, 6. September 2006 (ÖVP-PD) "Das Stabilisierungs- und Assoziationsabkommen der EU mit Albanien ist ein Meilenstein für Albanien und dessen Annäherung zu europäischen Standards. Die Chancen sind groß, genauso gewaltig sind aber auch die Herausforderungen, vor allem im Kampf gegen die sich schnell ausbreitende Organisierte Kriminalität", sagte heute, Mittwoch, der Sicherheitssprecher der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament, Dr. Hubert Pirker, in Straßburg. "Die Auswirkungen der Aktivitäten des Organisierten Verbrechens spüren wir in ganz Europa, sei es im Drogen- oder Menschenhandel, bei der Geldwäsche oder bei der Finanzierung des Terrorismus. Albanien muss das Abkommen daher rasch, effizient und vollständig umsetzen", so Pirker in seiner Plenarrede. ****

Reformmaßnahmen gerade in den Bereichen der Rechtsstaatlichkeit und der Freiheit der Bürger seien wesentliche Faktoren für staatliche Stabilität und eine unabdingbare Voraussetzung für wirtschaftliche Investitionen. "Wie in vielen Ländern Süd-Osteuropas findet aber auch in Albanien der Ausbau der Strukturen der Organisierten Kriminalität schneller und effizienter statt als der Aufbau der staatlichen Strukturen", warnte Pirker. "Albanien
ist Ursprungsland und Transitland für die Organisierte Kriminalität. Ein Engagement im Rahmen des Stabilisierungs- und Assoziationsabkommens ist daher im beiderseitigen Interesse. Die Regierung Berisha ist hier sehr aktiv und hat Programm mit Priorität auf dem Ausbau der Inneren Sicherheit entwickelt", informierte Pirker.

Albanien müsse die Kooperationsmöglichkeiten mit der EU im Bereich der Polizei, des Zollwesens und der Justiz voll nutzen, ebenso wie die enge Zusammenarbeit mit dem Stabilitätspakt für Südosteuropa unter der Leitung von Erhard Busek. "Mit dem Stabilisierungs- und Assoziationsabkommen hat Albanien Chancen im Ausbau des Rechtssystems, bei der Aus- und Weiterbildung der
Richter und Staatsanwälte, in der Modernisierung des Rechtsvollzugs und der Grenzüberwachung. Ich hoffe, dass Albanien seine Kooperation mit der EU und in ganz Südosteuropa weiter intensiviert. Ich lade Albanien aber vor allem auch ein, am Aufbau des SECI Zentrums in Bukarest mitzuarbeiten, um so gemeinsam eine Art 'Europol für Südosteuropa' zu schaffen", sagte Pirker abschließend.

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