Kuntzl: Immer mehr Menschen bleibt immer weniger zum Leben!

Skandalös: Schwarz-Blau-Orange lässt ‚Working Poor’am Rand stehen

Wien (SPW) - "Die Österreicherinnen und Österreicher tragen schwer an sechs Jahren Schwarz-Blau-Orange - die negativen Auswirkungen der neoliberalen Wirtschafts- und Sozialpolitik von Schüssel, Grasser und Bartenstein bekommen immer mehr Menschen zu spüren: Ihnen bleibt trotz Job nicht mehr genug zum Leben!", betonte die Spitzenkandidatin der Wiener SPÖ zur Nationalratswahl, Andrea Kuntzl. "Für diese ‚Working Poor’ wird Sozialhilfe so zum dauernden Einkommensersatz, weil Lohn, Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe nicht mehr existenzsichernd sind. Die Zahl dieser so genannten Richtsatzergänzungsbezieher ist alleine in Wien seit 2000 jährlich um rund 6.000 Menschen - von 23.500 im Jahr 2000 auf mittlerweile 57.600 im Jahr 2005 (+145 %) - gestiegen. Das Anwachsen der Working Poor ist deutliches Alarmsignal dafür, was alles in unserem Land falsch läuft und dringend korrigiert werden muss. Eines liegt jedenfalls auf der Hand: Die derzeitige Regierung ist nicht nur in fahrlässigster Weise verantwortlich für das Abrutschen so vieler Menschen in prekäre Verhältnisse, sie unternimmt auch nichts gegen diesen besorgniserregenden Trend", kritisierte Kuntzl scharf.****

Wien dagegen bekenne sich zur sozialen Verantwortung, unterstrich die Spitzenkandidatin gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. "Mit 1. April 2006 wurde die Sozialhilfe um durchschnittlich 5,2 % pro Monat angehoben. Diese Neugestaltung bringt Vorteile für kinderreiche Familien und Alleinerzieher - zwei Gruppen, die besonders armutsgefährdet sind. Außerdem setzt Wien auf maßgeschneiderte Qualifizierungsprogramme: Durch innovative Projekte wie ‚Generation 19+’, ‚Spurwechsel’, ‚Jobchance’ ist es gelungen, die Zahl der Vollsozialhilfebezieher von 17.300 im Jahr 2003 auf 11.600 im Jahr 2005 zu senken", so Kuntzl.

"Während die Bundesregierung die Working Poor in Wahrheit aufgegeben und sich selbst überlassen hat, wird in Wien jedem geholfen, der Hilfe braucht", stellte die Spitzenkandidatin weiters fest und verwies auf die so genannte "Hilfe in besonderen Lebenslagen", eine freiwillige Leistung der Stadt Wien für Menschen, deren Einkommen geringfügig über dem Sozialhilferichtsatz liegt. In solchen Fällen werden Mietzins- oder Energiekostenrückständen übernommen, ebenso wie Reparatur- und Renovierungskosten sowie die Finanzierung erforderlicher Anschaffungen wie beispielsweise Heizung oder Kühlschrank. Auch hier gab es eine Steigerung von 2,9 Millionen Euro (2001) auf 3,4 Millionen Euro (2005). "Diesen vorbildlichen Wiener Weg der Solidarität und sozialen Gerechtigkeit brauchen wir in ganz Österreich", betonte Kuntzl abschließend: "Es kann nicht sein, dass immer mehr Menschen in Österreich am Rand stehen, während Unternehmensgewinne ständig neue Rekorde erzielen und die verantwortliche Politik die soziale Notlage breiter Bevölkerungsschichten nicht einmal ignoriert. Aber mit dieser Praxis wird spätestens nach dem 1. Oktober 2006 Schluss sein!" (Schluss) tr

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