Neubau Geriatriezentrum Liesing: Modell für die Betreuung pflegebedürftiger Menschen im 21. Jahrhundert

Gemeinderatsausschuss beschließt Flächenwidmung - Visualisierungen im Internet unter www.rathausklub.spoe.at/Liesing.html abrufbar

Wien (SPW-K) - Mitten im Herzen Liesings, direkt im Bezirkszentrum in unmittelbarer Nähe zum Liesinger Platz und gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wird ein beispielhaftes neues Geriatriezentrum errichtet. "Es wird eines der modernsten Österreichs sein", freut sich Gemeinderat Christian Deutsch. Im Gemeinderatsausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr wurde heute die Flächenwidmung dafür abgesegnet, im nächsten Gemeinderat soll sie endgültig beschlossen werden. "Damit werden die widmungstechnischen Voraussetzungen für die Errichtung eines neuen, den modernsten Qualitätserfordernissen entsprechenden städtischen Geriatriezentrums in Liesing geschaffen."

Die Stadt Wien stellt mit diesem und weiteren Projekt die Versorgung kranker, älterer und hilfsbedürftiger Menschen im Süden Wiens sicher. "So entsteht zum Beispiel in Atzgersdorf ein "Wie daham"-Pflegezentrum und an der Ecke Breitenfurter-Straße/Dr. Neumann-Gasse errichtet die Volkshilfe ein Wohnhaus für ältere Menschen", betont Deutsch. "All diese Projekte machen deutlich, dass Liesing ein Bezirk ist, der auf die Bedürfnisse seiner Bewohnerinnen und Bewohner eingeht."

Neuer Standort mitten im Zentrum

Das neue Geriatriezentrum wird im Bereich Perchtoldsdorfer Straße/Haeckelstraße, gleich neben dem alten Haus errichtet. "Direkt im Bezirkszentrum Liesing ist das neue Geriatriezentrum aus allen Bezirksteilen Liesings und von ganz Wien aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bahn oder Bus bestens erreichbar", freut sich Christian Deutsch. "Das ist besonders auch für Angehörige, die zu Besuch kommen, wichtig."

Nach Fertigstellung des neuen Hauses können die BewohnerInnen direkt vom alten Haus aus in das neue Zentrum übersiedeln. "Würde hingegen der Neubau an der Stelle des alten Gebäudes errichtet werden, müssten alte, kranke und pflegebedürftige Menschen zuerst in Ersatzquartiere außerhalb des Bezirkes ausgesiedelt und nach Fertigstellung des Neubaus wieder rückübersiedelt werden - durch den gewählten neuen Standort bleibt ihnen das erfreulicherweise erspart. Baubeginn ist 2007, die Fertigstellung und Besiedelung ist für 2009/2010 geplant. Die Gesamtkosten des Projektes betragen rund 55 Millionen Euro.

Der Baumbestand wird dabei so weit wie möglich geschont. Neue Bäume werden vor allem an jenen Stellen gepflanzt, wo die alten Gebäude abgebrochen werden. Die Zahl der Bäume wird nach der Begrünung der Abbruchflächen sogar noch höher sein als heute. Das Liesinger Schloss bleibt selbstverständlich bestehen und wird unter Wahrung des Denkmalschutzes revitalisiert.

Modernste Geriatrie in Liesing

Das Geriatriezentrum Liesing wird eine vollwertige medizinische Betreuung durch Fachärzte rund um die Uhr bieten. "Neueste Pflegekonzepte und Erkenntnisse der modernen Geriatrie werden in Liesing umgesetzt. Betreuung und Pflege werden auf hohem Niveau in der Nähe der bisherigen Wohnumgebung angeboten", betont Chrstian Deutsch. Wohnlichkeit und die individuelle Persönlichkeit des Einzelnen stünden im Vordergrund. "Entsprechend dem neuen Wiener Wohn- und Pflegeheimgesetz, das 2004 im Wiener Landtag beschlossen wurde, wird der Neubau des Geriatriezentrums 14 Stationen mit jeweils 24 Betten haben." Die Bewohnerinnen und Bewohner werden in Ein- oder auf Wunsch in Zweibettzimmer wohnen. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Nasseinheit sowie über eine Loggia, die barrierefrei zugänglich und mit Rollstuhl oder Bett befahrbar ist. Das neue Gebäude wird auch über einen Dachgarten und intensiv begrünte und gestaltete Innenhöfe verfügen.

Geriatrisches Tageszentrum wird neu eingerichtet

Im Zuge des Neubaus des Geriatriezentrums Liesing wird erstmals auch ein Tageszentrum eingerichtet. Dies hätte man beim alten Haus extra zubauen müssen. Pflegebedürftige Menschen, die zu Hause wohnen, können dadurch tagsüber betreut und unterstützt werden. Das neue Tageszentrum wird vom Fonds Soziales Wien (FSW) betrieben. "Es ist das Ziel der Stadt Wien Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Menschen möglichst lange zu Hause in der gewohnten Umgebung wohnen und leben können", betont Christian Deutsch.

Park der Generationen

Die zwischen Perchtoldsdorfer-Straße, Haeckelstraße und Josef Kutscha Gasse gelegene Parkanlage, die bisher nicht öffentlich zugänglich war, wird nun geöffnet und wird allen BezirksbewohnerInnen zur Verfügung stehen. "Das gesamte Areal wird damit auch erstmals öffentlich durchgängig, man kann dann von der Josef Kutscha Gasse zur Perchtoldsdorfer Straße bzw. zum Liesinger Platz den Park zu Fuß queren", weiß Christian Deutsch. "Ein Vorteil auch für Schulkinder, die zur Schule Pülslgasse oder zum Busbahnhof wollen. Jede Liesingerin und jeder Liesinger wird damit zukünftig Zugang zu diesem Stück "Grüne Lunge" mitten im Bezirkszentrum haben. Die Parkanlage wird aber nicht nur neu gestaltet, sie wird auch zur autofreien Zone."

Visualisierungen des Projekts sind unter www.rathausklub.spoe.at/Liesing.html abrufbar.

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