Csörgits: FPÖ und BZÖ fanden keine Antworten auf die Fragen der ÖGB-Frauen

Die Antworten von ÖVP, SPÖ und den Grünen unter www.oegb.at

Wien (ÖGB) - Zehn Fragen haben die ÖGB-Frauen im Juli an die Parteichefs von ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ und BZÖ gestellt. Lediglich von der ÖVP, der SPÖ und den Grünen kam eine Antwort. ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Renate Csörgits: "Offensichtlich fanden Strache und Westenthaler keine Antworten auf unsere Fragen. Eine bezeichnende Tatsache."++++

Die zehn Fragen an die fünf Parteichefs:

1. Welche Maßnahmen sind zur Förderung der Aus- und Weiterbildung von Mädchen und Frauen in nicht-traditionellen Berufen geplant?

2. Welche Maßnahmen sind zur aktiven Bekämpfung der Frauenarbeitslosigkeit geplant? Wie sieht der Maßnahmenplan aus, um die personellen und finanziellen Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nach dem Wahljahr 2006 sicherzustellen?

3. Welche Maßnahmen sind zur Verbesserung der Situation der in Teilzeit Arbeitenden und der geringfügig Beschäftigten geplant?

4. Ist eine Reform des Kindergeldes geplant? Falls ja, in welcher Weise?

5. Welche Maßnahmen sind geplant, damit die Elternteilzeit lebbar wird, Mütter und Väter also eine Teilzeit mit Rückkehrrecht auf Vollzeit in Anspruch nehmen können?
Welche sonstigen Maßnahmen sind zur Erleichterung des Wiedereinstiegs geplant?

6. Welche Maßnahmen sind zur Erreichung des Barcelona-Ziels (bis 2010 ein Betreuungsangebot für mindestens 33 Prozent der unter 3-jährigen Kinder) geplant?

7. Welche Maßnahmen sind geplant, um eine eigenständige und ausreichende Alterssicherung für Frauen zu gewährleisten?

8. Welche Maßnahmen sind zur Verringerung bzw. zur Vermeidung von Armut geplant und welche Maßnahmen zur besseren Absicherung atypisch Beschäftigter?

9. Welche Maßnahmen sind zur Sicherstellung der Finanzierung unseres Gesundheitssystems geplant? Sind bei einer Regierungsbeteiligung weitere Erhöhungen der Selbstbehalte vorgesehen oder schließt Ihre Partei das aus?

10. Welche Maßnahmen sind zur Förderung von Frauen geplant, um in Unternehmen Führungspositionen zu erlangen?

"Es ist erfreulich, dass sich wenigstens ÖVP, SPÖ und Grüne die Mühe zu Antworten gemacht haben. Auch wenn nicht jede Antwort aus Sicht der ÖGB-Frauen zufrieden stellend ist, die Antworten sind sicherlich eine Entscheidungshilfe für die Wahl am 1. Oktober", so Csörgits. Die teils sehr ausführlichen Antworten stehen ab sofort auf der ÖGB-Hompage unter www.oegb.at (ff)

ÖGB, 6. September
2006
Nr. 584

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