Fleischskandal: VKI fordert namentliche Nennung der betroffenen Betriebe

Immer wieder Qualitätsmängel bei VKI-Fleischtests. Tipps für den Fleischkauf.

Wien (OTS) - Der "Gammelfleisch-Skandal" hat Österreich erreicht. In vier Bundesländern wurde Fleisch jenes bayrischen Unternehmens gefunden, das verdorbene Ware in Umlauf gebracht hat. Dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) ist diese Problematik nicht fremd. Lebensmittel-Tests zeigen, dass beim Fleisch immer wieder Qualitätsmängel auftreten. Und es gibt immer wieder zahlreiche Anfragen von Konsumenten, welche Betriebe nun betroffen sind. Der VKI fordert daher die namentliche Nennung jener Unternehmen, die das verdorbene Fleisch verarbeitet und weiter verkauft haben. Verunsicherte Konsumenten informiert das Onlineportal www.konsument.at darüber, wie man gute Fleischqualität erkennt.

Der VKI veröffentlicht bei all seinen Tests immer die Namen der getesteten Hersteller. Konsumenten können dadurch selbst entscheiden, zu welchen Produkten sie greifen und wovon sie die Finger lassen. "Diese Vorgehensweise wäre auch in solchen Fällen wie dem aktuellen Fleischskandal angebracht", wünscht sich Franz Floss, VKI-Geschäftsführer für die Bereiche Untersuchungen und Publikationen. "Nicht zuletzt deshalb, weil eine namentliche Veröffentlichung der Betriebe eine abschreckende Wirkung hat", so Floss. Zudem unterstützt so eine Vorgangsweise auch die Bemühungen der österreichischen Lebensmittelindustrie und des Handels zur Sicherung des "Feinkostladens" Österreichs.

Für den VKI sind verdorbene Fleischwaren im Handel nichts Neues. "Bei unseren Tests treten zum Teil erhebliche Qualitätsmangel auf, die meisten Beanstandungen gibt es bei mariniertem Fleisch fürs Grillen. Marinade und Gewürze können einen möglicherweise verdorbenen Geschmack beim gegrillten Fleisch überdecken", berichtet Floss.

Das Onlineportal www.konsument.at hat wertvolle Tipps für den Fleischkauf zusammengestellt:

  • Fingerprobe: Frisches Fleisch gibt auf Fingerdruck nach. Nach dem Loslassen muss diese Delle wieder verschwinden. Es darf keine Eindruckstelle zurückbleiben. Passiert das nicht, ist die Fleisch-Qualität mangelhaft.
  • Konsistenz: Muskelfleisch von einwandfreier Qualität ist rosa bis rot, das Fett kernig und weiß.
  • Makellose Schnittfläche: Der Anschnitt von gutem Fleisch sollte feucht schimmern.
  • Mangelhafte Qualität: Angetrocknetes Fleisch, graue Schnittflächen und Blut oder getrockneter Fleischsaft in der Tasse deuten auf eine lange Lagerung und mangelnde Frische hin. Finger weg!

Noch mehr Einkaufstipps erhalten Leser auf www.konsument.at.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumteninformation
Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sabine Burghart
Tel.: 01/588 77 - 256

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