ÖAMTC: Das versprechen die Spitzenkandidaten im auto touring-Interview (Teil 1)

Die Pläne zu Pkw-Maut, MöSt und Tempolimits, und was sich die ÖAMTC-Mitglieder wünschen

Wien (OTS) - Die österreichischen Autofahrer sind ein großes Wählerpotenzial und werden heftig von den politischen Parteien umworben. Beim ÖAMTC-Clubmagazin auto touring wollte man es genau wissen und hat nachgefragt, wie es die Spitzenkandidaten von BZÖ, Die Grünen, FPÖ, ÖVP und SPÖ mit Pkw-Maut, MöSt und Tempolimits halten. Die wichtigsten Antworten der Spitzenkandidaten im Überblick:

* Frage: Garantieren Sie kein Road Pricing für Pkw? Während Grünen-Chef Alexander Van der Bellen, BZÖ-Chef Peter Westenthaler und FPÖ-Chef Heinz Christian Strache ein klares "Ja" bekunden, formulieren es ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel und SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer vorsichtiger. "Das Autobahn-Pickerl hat sich bewährt, wir wollen es beibehalten", so Schüssel. "An ein elektronisches Road-Pricing ist nicht gedacht", meint Gusenbauer.

* Frage: Können Sie zusagen, dass im Falle einer Regierungsbeteiligung Ihrer Partei die Mineralölsteuer nicht erhöht werden wird? Van der Bellen und Westenthaler legen sich auch bei dieser Frage mit einem klaren "Ja" fest. Allerdings zeigt sich Van der Bellen kritisch, was die derzeitige Diesel-Besteuerung angeht, die unter der Benzin-Steuer liegt. Schüssel weicht aus: "Die ÖVP steht für Entlastung derer, die auf ihr Auto angewiesen sind." Laut Gusenbauer sei an eine Erhöhung nicht gedacht. Strache fordert, dass die Einnahmen aus der Mineralölsteuer wieder zweckgebunden werden sollen.

* Frage: Halten Sie Tempolimits und/oder Fahrverbote für geeignete Maßnahmen gegen hohe Feinstaub-Belastung? Van der Bellen antwortet auf diese Frage mit einem klaren "Ja". Für Schüssel stehen Geschwindigkeitsreduktionen erst am Ende eines Maßnahmenkataloges. Gusenbauer sieht Möglichkeiten z.B. in der Verschärfung von Lkw-Kontrollen, Strache ortet Chancen zur Feinstaub-Reduktion im technischen Bereich. Westenthaler meint: "Feinstaub-Tempolimits bringen wenig bis gar nichts."

Von niemandem in Frage gestellt wird der Nutzen einer bundesweiten Förderung der Nachrüstung älterer Diesel-Kfz mit Partikelfiltern.

Das wollen die ÖAMTC-Mitglieder

Wie richtig oder falsch die Spitzenkandidaten mit ihren Plänen bei den rd. 1,6 Millionen ÖAMTC-Mitgliedern liegen, zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Clubs. 69 Prozent sprechen sich gegen eine Pkw-Maut aus. 73 Prozent wünschen sich von der Regierung ein Eingreifen im Falle eines weiteren Anstieges der Kraftstoffpreise. 70 Prozent sind der Meinung, dass es eine bundesweit einheitliche Förderung für Nachrüst-Partikelfilter geben sollte.

Aviso an die Redaktionen: Die gesamten Interviews und Umfrageergebnisse findet man im aktuellen ÖAMTC-Clubmagazin auto touring oder auf der Homepage www.autotouring.at.

(Forts.)

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