Der sicherste Schulweg für alle Volksschüler in Wien-Ottakring: druckfrische Schulwegpläne verteilt

AUVA-Aktion Schulwegpläne: In drei Jahren 119 Wiener Volksschulen ausgestattet

Wien (OTS) - Mit dem beginnenden Schuljahr werden die Schüler
aller zehn Volksschulen in Wien-Ottakring mit den sichersten Wegen zur Schulbank ausgestattet: Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl, Bezirksvorsteher Franz Prokop und Dipl.-Ing. Franz Hüttler, AUVA-Landesstelle Wien, verteilen am Mittwoch, dem 6. September, um 9 Uhr, die druckfrischen Schulwegpläne in der Volksschule Landsteinergasse 4. Die größten Gefahren am Schulweg ergeben sich durch schnelles Fahren auf den Durchzugsstraßen und wild über die Straße laufende Schüler. Zur Entspannung der Verkehrssituation wurden bereits weitere Zebra-Streifen und Aufpflasterungen angelegt sowie eine Kreuzung umgebaut.

Der Bezirk initiierte und unterstützte das Projekt "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" für alle Volksschulen in Ottakring. Aktuelle Schulwegpläne gibt es für die Volksschulen Brüßlgasse, Herbststraße, Gaullachergasse, Grundsteingasse, Grubergasse, Julius-Meinl-Gasse, Odoakergasse, Landsteinergasse, Liebhartsgasse und Lorenz-Mandl-Gasse.

"Die ungeteilte Aufmerksamkeit gilt den Kindern. Es war klar, dass wir die Sicherheit am Schulweg ernst nehmen müssen." erklärt Bezirksvorsteher Franz Prokop die Investition des Bezirks. In den Sommerferien wurden Schutzwege markiert, Gehsteige verbreitert und Aufdoppelungen der Fahrbahn zur Senkung der Fahrgeschwindigkeit mit einem finanziellen Aufwand von rd. Euro 75.000,-- errichtet. Prokop meint "Wir alle tragen die Verantwortung für die Sicherheit der Kinder. Die neuen Schulwegpläne und die Beseitigung von Gefahrenstellen sind unser Beitrag, die Anzahl der Unfälle zu reduzieren." An die Eltern richtet Franz Prokop den Appell, mit den Kindern immer wieder gemeinsam den Weg zur Schule zu üben.

AUVA-Aktion Schulwegpläne: In drei Jahren 119 Wiener Volksschulen ausgestattet

Die AUVA-Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" läuft nun das dritte Jahr und für siebzehn Bezirke. Insgesamt werden bis September 2006 119 von 270 Wiener Volksschulen mit aktuellen Schulwegplänen ausgestattet. In den Bezirken 1., 4., 5., 8., 16., 17., 18., 20., sind bereits alle Volksschulen mit Plänen versorgt. Noch nicht alle Schulen sind in den Bezirken 2., 6., 7., 11., 12., 14., 15., 22. und 23. erfasst. Noch keine Nominierung gab es durch den 3., 9., 10., 13., 19. und 21. Bezirk. Die Kosten des Projektes belaufen sich auf rund 190.000 Euro pro Jahr. 1.000 Euro pro Schule übernehmen die Bezirke, den Rest - rund drei Viertel der Gesamtkosten - trägt die AUVA.

Die gedruckten Schulwegpläne für die Kinder sind ausklappbar und einfach zu lesen. Das Format A3 ist mehrfach quer und einmal längs auf ein handliches Quadrat (Seitenlänge A5) gefaltet. Jeder Plan enthält die sicherste(n) Route(n) zur jeweiligen Schule. Die Gefahrenstellen sind eingezeichnet und farblich hervorgehoben. Fotos und Verhaltenstipps geben wichtige Hinweise für ein sicheres Bewältigen des Schulweges. Weiters enthalten: Daten zur Schule und über Verkehrssicherheitsaktionen für Schulkinder. Jede Schule bekommt eine Vergrößerung ihres Plans für den Verkehrsunterricht. Außerdem werden die Pläne direkt im Internet unter
http://www.ots.at/redirect.php?auva publiziert und sind als pdf-File
herunter zu laden (oder unter www.auva.at/sicherlernen/Lehrerinfo/Schulwegpläne Wien). Derzeit stehen die Pläne mit wichtigen Sicherheitstipps für 86 Volksschulen aus den Bezirken 1., 4., 5., 6., 7., 8., 11., 12., 14., 16., 17., 18., 20., 22. und 23. zur Verfügung.

Ziel der Aktion der AUVA-Landesstelle Wien ist es, Schulwegunfälle zu verhindern.

Die AUVA-Statistik verzeichnete in Wien im abgelaufenen Jahr 2.654 Schulunfälle von Volksschülern und davon 122 Wegunfälle. Die Anzahl hat sich seit dem Jahr 2000 nicht wesentlich verändert. In Österreich erlitten im Jahr 2005 11.047 Volksschüler einen von der AUVA anerkannten Schulunfall.

Bis Ende 2008 werden Schulwegpläne für alle Volksschüler der Bundeshauptstadt zur Verfügung stehen. Parallel dazu versucht das Expertenteam Gefahrenstellen so schnell wie möglich zu beseitigen. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit den Bezirksvorstehungen, der Magistratsabteilung 46, den Eltern und den Schulen. Die Schulwegpläne werden laufend aktualisiert.

Die Direktoren dieser Schulen erhalten im März die Fragebögen für die Eltern mit Kindern aller vier Schulstufen zur Ermittlung der Schulwege der Schüler. Erhoben werden die Verkehrsmittel auf Hin- und Rückweg, die Distanz Wohnung/Schule, ob die Kinder begleitet werden, die Lage und Art der Gefahrenstellen. Ebenso sind Verbesserungsvorschläge erbeten. Die durchschnittliche Rücklaufquote betrug bisher 60 bis 70 Prozent. AUVA-Projektleiter Ing. Bernard Pfandler wünscht sich, dass möglichst viele Eltern den Fragebogen ausfüllen: "Je mehr Schüler wir erfassen können, umso genauer werden die Pläne und umso mehr Unfälle können wir vermeiden helfen."

Die Routen werden dann von einem Expertenteam im Mai und im Juni zwischen 7:45 Uhr und ca. 10:00 Uhr abgegangen und analysiert. Dadurch können das Verhalten der Kinder und die Verkehrssituation realitätsgetreu in den Plan einfließen. Die neuen Pläne sind rechtzeitig vor Schulbeginn zur Übergabe an die Schulen fertig.

Im Internet unter: www.auva.at/wien/Aktuelles sowie
http://www.ots.at/redirect.php?auva

Rückfragen & Kontakt:

Gabriela Würth, GWK
Telefon: (02242) 38300, (0676) 33 24 879
gabriela.wuerth.gwk@utanet.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAU0001