"MONITOR": Extreme Dynamik in der Telekombranche

Weitere Preiskämpfe erwartet - Übernahmen wenig wahrscheinlich - Kunden durch Technik nicht überfordern - Vertrauensdefizite

Wien (OTS) - Der Kampf um Marktanteile in der Mobilfunkbranche
wird in den kommenden Monaten weiter verschärft, lautet das Resümee einer vom MONITOR initiierten Expertendiskussion. "Ich erwarte mir eine extrem aggressive Haltung aller Mobilnetzbetreiber in den nächsten 18 Monaten, wo die Preise noch weiter runter gehen werden", sagte Karim Taga, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Arthur D. Little.

Ob sich das auch in weiteren Übernahmen niederschlagen wird, darüber war man sich nicht einig. "Die Konsolidierung wird auch im Mobilfunksektor kommen", meinte Roland Türke, Technik-Chef bei Inode. "Ich wüsste nicht, wen ich von den vier Anbietern herausstreichen sollte", konterte Taga. Dieser Meinung war unter anderem auch Torsten Schwick, Marketing Manager bei Tele2UTA.

Mobiles Internet legt kräftig zu

Breitband-Einsteigerprodukte sind in Österreich bereits unter 20 Euro pro Monat erhältlich, was unter anderem das Plus von 39 Prozent bei den privaten Festnetz-Breitbandanschlüssen im Jahr 2005 erklärt. Österreich ist aber insofern ein Sondermarkt, als hier eine im internationalen Vergleich extrem hohe Substitution von Festnetz durch Mobilfunk besteht. Aus diesem Grund haben auch die mobilen Lösungen via UMTS einen enormen Anstieg verzeichnet und machten Ende 2005 fast zehn Prozent am gesamten Breitbandmarkt aus.

Die immer höheren Bandbreiten und die dadurch entstehenden neuen Möglichkeiten stoßen aber nicht unbedingt nur auf Gegenliebe. "Wir haben bei den Klein- und Mittelbetrieben (KMUs) die Schmerzgrenze erreicht, was sie an Technologie ertragen", warnte Claus Haiden von T-Systems vor einer Überforderung dieser Unternehmen. Man müsse den Nutzen für den Kunden klar herausarbeiten und verstehen, welche Funktionalitäten er tatsächlich benötige. "Zusätzlich müssen wir dem Kunden helfen, Security etc. zu integrieren und nutzbar zu machen", ergänzte Arkus Acs, Business Development Manager bei eTel.

"Es geht um Kundennutzen, Vertrauen und die Bedürfnisse", sagte Friedrich Treiber, Marketing- und Vertriebsleiter bei Colt. "Vertrauen aber ist beim Kunden ganz wichtig, ganz unabhängig davon, was die Technologie leistet." Gerade hier ortet Türke ein Problem:
"Das Vertrauen ins Internet und die Branche ist zurzeit beschädigt, und ich sehe es derzeit leider schwinden." Schuld sei zum Beispiel das enorme Spam-Problem. Mehr dazu im Schwerpunkt "Telekom & Internet für KMUs" in der Septemberausgabe des MONITOR. Das Heft erscheint am 7. September.

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