Forum Mobilkommunikation: Berichtigung zur APA-OTS OTS0108 5 WI 0496 FMK0001 CI Aussendung vom 4.9.2006

Weitere Studie bestätigt: Keine Gefahr durch Mobilfunk / Japanische Studie findet keinen Zusammenhang von Akustikusneurinom und Mobiltelefonnutzung

Wien (OTS) - In unserer APA-OTS 0108 5 WI 0496 FMK0001 CI vom 4. September 2006 steht: "Die Nutzung von Mobiltelefonen erhöht nicht das Risiko eines Geschwürs (...)." Richtig muss es heißen: "Die Nutzung von Mobiltelefonen erhöht nicht das Risiko für eine Geschwulst (...)." Zwei weitere Ersetzungen im Text sind erfolgt.

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe "Geschwür" und "Geschwulst" zwar weitgehend synonym verwendet, im medizinischen Kontext sind sie jedoch zu unterscheiden. Da sich die gegenständliche Presseaussendung auf eine epidemiologische Untersuchung bezieht, ist dieser Unterschied wichtig, um Missverständnissen in Fachkreisen vorzubeugen. Wir bedauern diesen Fehler und danken Univ.-Prof. Dr. Gerhard W. Hacker, Institutsvorstand IGGMB, Forschungsinstitut für Grund- und Grenzfragen der Medizin und Biotechnologie für den Hinweis.

KORRIGIERTE FASSUNG:
Weitere Studie bestätigt: Keine Gefahr durch Mobilfunk
Utl.: Japanische Studie findet keinen Zusammenhang von Akustikusneurinom und Mobiltelefonnutzung

Die Nutzung von Mobiltelefonen erhöht nicht das Risiko für eine Geschwulst am Hörnerv (Akustikusneurinom). Zu diesem Ergebnis kam jetzt die japanische Untersuchung, die im Rahmen der Interphone-Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt wurde.

Von 2000 - 2004 hat das japanische Forscherteam die Daten von 97 Betroffenen und 330 Personen der Kontrollgruppe für ihre Analyse ausgewertet. Die Wissenschaftler kamen dabei zum Schluss, dass kein erhöhtes Risiko für ein Akustikusneurinom im Zusammenhang mit der Nutzung von Handys besteht. Es gibt auch keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Geschwulst am Hörnerv und jenem Ohr, mit dem häufiger telefoniert wurde. "Dadurch wird die bisherige wissenschaftliche Einschätzung weiter gefestigt, dass Mobilfunk eine sichere Technologie ist", analysiert Mag. Thomas Barmüller, Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation (FMK), das nun veröffentlichte japanische Teilergebnis der Interphone-Studie. "Das Gesamtergebnis soll 2007 vorliegen. Dann sind auch die restlichen Untersuchungen abgeschlossen," so Barmüller abschließend.

Am "Interphone"- Projekt sind Wissenschaftsteams aus 13 Ländern beteiligt. Insgesamt sollen ca. 6.000 Fälle von Hirntumoren und über 1.000 Fälle von Akustikusneurinomen untersucht werden. Mit den Gesamtergebnissen des Forschungsprojektes ist 2007 zu rechnen.

Service-Link:
Bibliographic Information: Takebayashi et al.: Occup Environ Med. 2006 Aug. 15; (Epub ahead of print); http://www.ncbi.nlm.nih.gov

Allgemeines zum Interphone-Projekt

Das Internationale Krebsforschungszentrum (International Agency for Research on Cancer, IARC) koordiniert multinationalen Fall-Kontroll-Studien zur Erforschung des Zusammenhangs zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko von Tumorerkrankungen. In diesen epidemiologischen Studien werden Hirntumore (Gliome und Meningeome), Akustikneurinome, Ohrspeicheldrüsen-Tumoren, die bei einer karzinogenen Wirkungen der hochfrequenten Felder von Mobiltelefonen am wahrscheinlichsten auftreten würden. An der im Oktober 2000 gestarteten Studie beteiligen sich folgenden Länder: Deutschland, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Italien, Großbritannien, Israel, Australien, Neuseeland, Japan und Kanada.

Bisherige Publikationen des Interphone-Projektes:
- Schüz J (2006): Cellular phones, cordless phones, and...
- Takebayashi T (2006): Mobile phone use and acoustic ...
- Vrijheid M (2006): Validation of short term recall of mobile...
- Berg G (2005): Assessment of radiofrequency exposure...
- Christensen HC (2005): Cellular telephones and risk for ...
- Lonn S (2005): Long-term mobile phone use...
- Schoemaker MJ (2005): Mobile phone use and risk...
- Christensen HC(2004): Cellular telephone use and risk...
- Lonn S (2004): Mobile Phone Use and the Risk...
- Cardis E (1999): International Case-Control Study of ...

Neurinome sind gutartige, langsam wachsende Nervenfasertumore. Sie gehen von den "Schwannschen Zellen" aus, die die Nervenfasern wie eine Schutzhülle umgeben. Meist treten Neurinome im Bereich der hinteren Schädelgrube auf. Am häufigsten betroffen ist hier der achte Hirnnerv, der Hör- und Gleichgewichtsnerv. Man spricht in diesem Fall von einem Akustikusneurinom. Die Ursachen dieses seltenen Geschwulstes sind weitgehend unbekannt.

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Das Forum Mobilkommunikation (FMK) ist die Brancheninitiative aller österreichischen Mobilfunkbetreiber, der Mobilfunkindustrie und des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). Es beschäftigt sich intensiv mit dem Thema "Mobilfunk und Gesundheit" und mit allen Fragen, die mit dem Aufbau der österreichischen Mobilfunknetze zusammenhängen.

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