Koren: Fernost - Region der Superlative und Magnet für österreichische Exporte

Ausfuhrzuwächse in den Fernen Osten und Australien über dem weltweiten Durchschnitt

Wien (PWK572) - 2005 war ein erfolgreiches Jahr für die österreichische Exportwirtschaft - sowohl global gesehen, aber vor allem auch, wenn man die Region Fernost sowie Australien/Ozeanien näher betrachtet. Die weltweiten Ausfuhren legten 2005 um 5,4% zu, jene in diese Region um 8,3%. "Und diese Tendenz setzt sich auch heuer fort, aber mit noch besseren Ergebnissen - die Erfolgsstory des Exports geht weiter", sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ, anlässlich der Außenwirtschaftstagung zu dieser Region.

Während der weltweite Zuwachs der österreichischen Exporte im ersten Halbjahr 12,7% ausmachte, stiegen die Ausfuhren nach Fernost und Australien/Ozeanien um starke 16,9%. Auch der Anteil der österreichischen Exporte in diese Region am weltweiten Export legt zu: Von 3,97% im 1. Halbjahr 2005 auf 4,11% im 1. Halbjahr 2006. Die Zukunftschancen sind für österreichische Exporteure auch für die nächsten Jahre positiv. "Denn auch weiterhin können sind im Fernen Osten und auch Australien überdurchschnittliche Wirtschaftswachstumsraten zu erwarten. Das ist die Region, wo die Musik spielt und wir müssen dort dabei sein", betont Koren. Wachstumsbranchen, in denen österreichische Unternehmen große Möglichkeiten (als Exporteure oder Investoren) vorfinden sollten, sind: Maschinen und Anlagenbau, Automobilsektor, Pharmazeutische Industrie, Erneuerbare Energien, Umwelttechnologie, Papiererzeugung, Holzbearbeitung, Infrastruktur und Transportsektor.

Einzelne Länder stechen in der österreichischen Exportstatistik besonders hervor und zeigen enorme Exportzuwachsraten. Über dem weltweiten Durchschnittswachstum mit jeweils zumindest zweistelligen Zuwächsen lagen im ersten Halbjahr alle Länder bis auf Japan (+3,4%) und Neuseeland (+6,1%). Nach China stiegen die Ausfuhren im ersten Halbjahr um 17,9%, nach Korea um 36,2%, nach Taiwan um 35,2% und nach Australien um 18,4%. China und Japan sind grundsätzlich die stärksten Magnete dieser Region für österreichische Produkte mit einem Exportvolumen von 611 Mio. Euro (China) bzw. 519 Mio. Euro (Japan).

Der Ferne Osten sticht nicht nur in seiner Bedeutung für die österreichische Exportwirtschaft hervor, er ist generell eine Region der Superlative: größte Bevölkerungszahl, stärkstes Wirtschaftswachstum, höchste Devisenreserven, höchste ausländische Investitionen, Werkbank der Welt, größter Automobil Erzeuger und Schiffsbauer - aber auch größter Ausstoß von SO2, "wodurch sich künftig eine Unzahl von Chancen für österreichische Umwelttechnikunternehmen ergeben werden", so Koren. Vor allem ist die Entwicklung Chinas hervor zu heben. China ist eine Exportmaschine: 90 Prozent aller Handys, die weltweit vertrieben werden, kommen von dort, 70 Prozent aller Spielzeugwaren, 50 Prozent aller Kameras und 40 Prozent aller Schuhe.

Ein Anliegen der AWO ist es, die österreichischen Exporte zu diversifizieren - sowohl die Ausfuhrprodukte betreffend, als auch die Zieldestinationen. Koren: "Das Schlagwort muss lauten nicht nur die klassischen Destinationen beliefern, hinein in die Boommärkte". Gerade diese Region sei ein solcher Boommarkt. Für Neuexporteure werde der Schritt über die Landesgrenzen hinaus sicher noch immer zunächst in die Nachbarstaaten oder nach Osteuropa führen, aber bereits erfahrenere Exporteure sollten einen Schritt weiter wagen -nach Übersee und in den Fernen Osten. Gerade Österreich, als Land, das mit seinen Produkten die höchsten Qualitätsstandards erfüllt, wird in Zukunft in diesem Raum enorm gefragt sein. Koren: "Mit unseren elf Stützpunkten - Außenhandelsstellen und Marketingbüros -im Fernen Osten und Australien sowie weiteren elf Stützpunkten in Südasien bietet die AWO ein umfangreiches und ideales Netzwerk, mit dem wir alle österreichischen Unternehmen auf ihrem Weg in diese Region unterstützen." Die AWO wird sich bei ihren Maßnahmen zur Unterstützung österreichischer Unternehmen in dieser Region gezielt und verstärkt auf die oben genannten Wachstumsbranchen konzentrieren. (BS)

Export- und Importentwicklung, 1. Halbjahr 2006

CHINA
Exporte I-VI/2006: 611 Mio. Euro (+17,9% gegenüber Vorjahresperiode) Importe I-VI/2006: 1,73 Mrd. Euro (+32,1%)

HONGKONG
Exporte I-VI/2006: 236 Mio. Euro (+15,8%)
Importe I-VI/2006: 90,4 Mio. Euro (+52,7%)

JAPAN
Exporte I-VI/2006: 518,5 Mio. Euro (+3,4%)
Importe I-VI/2006: 1,03 Mrd. Euro (+10,3%)

KOREA
Exporte I-VI/2006: 276,4 Mio. Euro (+36,2%)
Importe I-VI/2006: 389,5 Mio. Euro (+2,8%)

TAIWAN
Exporte I-VI/2006: 156,3 Mio. Euro (+35,2%)
Importe I-VI/2006: 290,2 Mio. Euro (+26,2%)

AUSTRALIEN
Exporte I-VI/2006: 278,7 Mio. Euro (+18,4%)
Importe I-VI/2006: 39,1 Mio. Euro (+45,9%)

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