Bures: Schüssel hat Jugendarbeitslosigkeit verdoppelt

70.000 junge Menschen ohne Job oder Lehrplatz

Wien (SK) - "Kein Zweifel, der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit ist dringend notwendig", so SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures zur heutigen Ankündigung von Kanzler Schüssel. Aber sie hält es für unwahrscheinlich, dass die ÖVP in der Lage dazu ist. Denn seit dem Jahr 2000 hat sich die Jugendarbeitslosigkeit verdoppelt. Die Arbeitslosenquote (Eurostat-Berechnung) liegt heute bei 10 Prozent, vor sechs Jahren waren es nur fünf Prozent. ****

Bures glaubt auch nicht, dass Schüssel es mit der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit wirklich ernst meint. "Noch nie hatten wir in Österreich so viele junge Menschen ohne Arbeit, und dem Kanzler fällt trotzdem nichts anderes ein, als mit statistischen Tricksereien eine Trendwende herbeizulügen", so Bures.

Denn Schüssel hat heute im Ministerrat gemeint, bei den Jugendlichen sei die Arbeitslosigkeit "besonders stark gesunken". Dem stellte Bures die aktuellen traurigen Arbeitsmarktzahlen gegenüber:
Ende August waren 52.780 Jugendliche arbeitslos, davon 18.569 in Schulungen. Gegenüber dem Vorjahr, als der bisherige Rekordwert der II. Republik erreicht wurde, ein geringfügiger Rückgang um 1.597.

Dazu kommt freilich noch die stark gestiegene Zahl von Jugendlichen auf Lehrstellensuche. Aktuell sind rund 14.000 ohne Lehrstelle in einem Betrieb, um fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

"Eine Trendwende wird es erst mit einem Wechsel in der Regierung geben", betonte Bures, die namens ihrer Partei die Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit binnen einer Legislaturperiode versprach. (Schluss) wf

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0019