Grüne Wien zu Betteln: Armut kann nicht durch Verbote bekämpft werden

Cammerlander: "Vogel-Strauß-Politik hilft niemandem"

Wien (OTS) - Gegen ein generelles Bettel-Verbot in Wien, wie es
die Sicherheitssprecherin des BZÖ, Partik-Pablé gefordert hat, spricht sich die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Heidi Cammerlander, aus. "Bettelnde Menschen sind ein sichtbares Zeichen für die ungerechte Verteilung von Armut und Reichtum - nicht nur in Österreich, sondern weltweit", so Cammerlander. Und deshalb sind die Verantwortlichen so schnell zur Stelle, wenn es darum geht, dieses "Problem" zu verstecken. "So werden wir Armut in Österreich aber nicht zum Verschwinden bringen", sagt Cammerlander.

Bettelnde Menschen kann man nicht zum "Verschwinden" bringen, man kann sie nur abholen und ihnen ein Angebot machen, sie betreuen und Perspektiven aufzeigen. "Wir brauchen endlich mehr Ressourcen zur Betreuung von sozial benachteiligten Menschen in Österreich, vor allem für eine aufsuchende Sozialarbeit vor Ort", sagt Cammerlander. Zusätzlich dazu fordert sie einmal mehr die Einführung einer Grundsicherung in Wien. Diese beinhaltet eine finanzielle Grundsicherung von 800 Euro für alle, die es brauchen, eine Ausweitung des Betreuungsangebots und eine personelle Aufstockung im Sozialhilfebereich, die eine umfassende Betreuung sozial benachteiligter Menschen ermöglicht.

"Statt die Augen vor den Problemen zu verschließen, müssen sich die Verantwortlichen endlich zugstehen, dass in der Hauptstadt eines der reichsten Länder der Welt immer mehr Menschen von Armut betroffen sind", so Cammerlander.

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