Bundeskanzler Schüssel: "Langzeitsarbeistlosigkeit unter Jugendlichen beseitigen"

Wien (OTS) - Dem Ministerrat lag heute der Bericht von Arbeitsminister Martin Bartenstein über die Beschäftigungslage im Monat August vor. Das positive Resümee von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel: "Wir haben um rund 58.000 Beschäftigte mehr als noch vor einem Jahr. Das ist die höchste Steigerung seit 1992. Besonders freut mich die stark gesunkene Zahl der jugendlichen Arbeitslosen. Das Coaching-Programm beginnt zu greifen." Die Zahl der Jugendlichen Arbeitslosen ist im August gegenüber dem Vergleichsmonat 2005 um 11,2% zurückgegangen.

Als nächstes Ziel nannte der Bundeskanzler die Beseitigung der Langzeitarbeitslosigkeit (6 Monate und länger) unter den Jugendlichen. Schüssel: "Kein Jugendlicher soll länger als drei Monate einen Arbeitsplatz suchen. Das ist ein ambitioniertes Ziel, das ich mit Wirtschaftskammer Präsident Christoph Leitl vereinbart habe. Ich denke wir können das schaffen."

Insgesamt waren im August fast 3,4 Millionen Menschen in Österreich beschäftigt, was einer Steigerung von 1,8% entspricht. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum August des Vorjahres um 18.400 Personen oder 8,4% bei anhaltend starker Zuwanderung von deutschen Arbeitskräften nach Österreich. Ihre Zahl stieg um 9.000 Personen gegenüber dem Vergleichsmonat 2005. Als "sehr erfreulich" bezeichnete der Bundeskanzler auch den Rückgang der Vermittlungsdauer von Arbeitssuchenden. Sie sank um rund zwei Wochen auf im Schnitt 101 Tage. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen lag im August mit über 37.000 um 28,8 Prozent höher als zur gleichen Zeit 2005.

Der Ministerrat beschloss weiters die Bestellung von Univ. Prof. Bernhard Felderer zum Präsidenten des Staatsschuldenausschusses. Die Neubestellung war durch den Tod von Prof. Helmut Frisch notwendig geworden. Bundeskanzler Schüssel beschrieb die neue Rolle von Prof. Felderer als "Watchdog für Stabilität und Sicherheit bei den Staatsfinanzen".

Aus gegebenem Anlass beschloss der Ministerrat heute die Einrichtung einer Arbeitsgruppe uner Leitung von Justizministerin Karin Gastinger. Diese Arbeitsgruppe soll sich mit der der Ahndung und Bekämpfung von Verbrechen an Kindern beschäftigen.

Angesprochen auf das vom Koalitionspartner für den heutigen Ministerrat angekündigte Sozialpaket verwies der Bundeskanzler auf die Notwendigkeit der allgemeinen Begutachtungsfristen und die vereinbarte Information der anderen betroffenen Ministerien und Länder. Die zuständigen Ministerien hätten erst Montag abends die Entwürfe der Gesetzestexte erhalten. Diese werden nun geprüft.

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