Bures: Lehrstellenlücke um 146 Prozent gestiegen

SPÖ für Berufsmatura und Wiedereinführung der Lehrwerkstätten

Wien (SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures sieht bedauerlicher Weise keinen Grund, eine Entspannung am Lehrstellenmarkt zu verkünden, wie das AMS-Vorstand Johannes Kopf getan hat. Die Lehrstellenlücke - das ist die Differenz zwischen der Zahl der angebotenen Lehrstellen und der Zahl der Jugendlichen ohne betrieblichen Ausbildungsplatz - ist von 2000 bis 2006 um 146 Prozent gestiegen: Fehlten im ersten Halbjahr 2000 im Monatsschnitt 5.513 Lehrstellen, so waren es im ersten Halbjahr 2006 bereits 13.560. ****

Auch gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 (12.898 fehlende Stellen) ist die Lehrstellenlücke weiter, nämlich um 5 Prozent, aufgegangen. "Die Blum-Förderung hat die Lehrstellenlücke also nicht verkleinern können", so Bures am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin erklärte, dass die Vielzahl von Förderungen an die Unternehmen - 1.000 Euro pro Lehrling und Jahr, Streichung der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung für Lehrlinge in den ersten zwei Lehrjahren, besondere Lehrstellenförderung des AMS, etc. - keine neuen Lehrstellen schaffe. Deshalb tritt die SPÖ in ihrem Jugendbeschäftigungsprogramm für eine Wiedereinführung der Lehrlingsstiftungen ein. Das Auffangnetz zur Jugendausbildung müsse auf 10.000 Plätze aufgestockt werden, davon sollen 4.000 in überbetrieblichen Lehrwerkstätten sein. Ein weiteres sinnvolles Instrument wäre die Berufsmatura, "eine ausgezeichnete Möglichkeit, auch den Lehrlingen die Chance zu geben, gleichzeitig mit der Facharbeiterprüfung die Matura abzulegen. Damit würden Lehrberufe eine große Aufwertung erfahren", so Bures abschließend.

Das 10-Punkte-Programm zur Jugendbeschäftigung finden Sie auf der SPÖ-Homepage unter
http://www.spoe.at/bilder/d253/PKUnterlage10-Punkte.pdf

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