Kukacka zu Fahren mit Licht am Tag: Evaluierungsstudie muss durchgeführt werden!

Mehrbelastung ist übliche "Strache-Überteibung"!

Wien, 05.09.2006 (OTS) - "Im Zweifel für erhöhte Verkehrssicherheit", war das Motiv für den einstimmigen Beschluss des Parlamentes für Licht am Tag, obwohl es bereits während der Vorbereitungs- und Einführungsphase zahlreiche Stimmen gab, die die neue Regelung mit Skepsis gesehen haben. Hauptargumente waren eine mögliche Gefährdung der einspurigen Fahrzeuge und der Fußgänger durch die Einführung von Licht am Tag und der erhöhte Spritverbrauch und mehr Abgase, so Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka zur heutigen Strache-Aussendung zu diesem Thema.

"Deshalb hat die ÖVP immer auf eine Evaluierung der Regelung gepocht und diese wurde schließlich am 22. September 2005 auch im Verkehrsausschuss in folgender Ausschussfeststellung einstimmig festgehalten", so Kukacka. "Der Verkehrsausschuss geht davon aus, dass innerhalb von 2 Jahren, durch wissenschaftliche Untersuchungen, die Wirksamkeit von Licht am Tag auf die Verkehrssicherheit untersucht wird und auf Grund dieser Ergebnisse Vorschläge für eine allfällige verbesserte Regelung dem Nationalrat vorgelegt wird" (Ausschussfeststellung, 22. September 2005). "Sollte bei der Untersuchung nachgewiesen werden, dass durch die Einführung von Licht am Tag einspurige Fahrzeuge und Fußgänger tatsächlich weniger gut wahrgenommen werden können und dies zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit führt, müssen wir die Sache noch einmal überdenken", so Kukacka.

Der sofortige Abbruch von Licht am Tag komme ohne wissenschaftlicher Evaluierung der Maßnahme und eine entsprechende Änderung des Nationalrats-Beschluss nicht in Frage, betonte Kukacka.
"Übrigens sind die gigantischen Mehrbelastungen von 500 Euro pro Fahrzeug und Jahr, die Strache heute behauptete, die übliche "Strache-Übertreibung". Da müsste man ja entweder im Jahr 250.000 Kilometer Fahrleistung zurücklegen, oder die Scheinwerferbirnen täglich wechseln", so der Staatssekretär.

Im seit 1. August vorliegenden Konsultationspapier ist die EU-Kommission bereits unserem Vorschlag gefolgt und hat die Einführung des Tagfahrlichts empfohlen. EU-Rat und EU-Parlament, sowie die befassten Arbeitsgruppen werden zu diesem Konsultationspapier Stellung nehmen. "Damit wird der Gesetzgebungsprozess gestartet", so der Staatsekretär.
"Wir betrachten Licht am Tag jedenfalls nur als "Zwischenlösung" bis es zu einer europaweit verpflichtenden Ausstattung mit Tagfahrlicht kommt. Das Tagfahrtlicht bringe erwiesener Maßen gegenüber dem Abblendlicht eine Reihe von Vorteilen: Tagfahrleuchten seien viermal heller als Begrenzungsleuchten ohne zu blenden, verbrauchen jedoch wesentlich weniger Energie und damit Kraftstoff als das Abblendlicht, womit sie auch umweltfreundlicher sind", schloss Kukacka.

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