Plassnik: "Ein Stück schwerer Geschichte im europäischen Sinn positiv bewältigt"

Außenministerin zum 60. Jahrestag des Abkommens zur Südtirolfrage

Wien (OTS) - "Der Abschluss und die Umsetzung des Pariser
Abkommens ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte für Österreich, vor allem aber für die Menschen in Südtirol", sagte Außenministerin Plassnik anlässlich des 60. Jahrestags der Unterzeichnung des von den beiden Außenministern Karl Gruber und Alcide De Gasperi vereinbarten Abkommens zwischen Österreich und Italien, mit dem die Zukunft des Schicksals der österreichischen Minderheit in Südtirol geregelt wurde.

"Das Abkommen wurde vor 60 Jahren sowohl in Österreich als auch in Südtirol mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Es bestanden Zweifel, ob dieser Vertrag sich als tragfähige und dauerhafte Basis für die Existenz sowie für die kulturelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklung Südtirols erweisen würde. Bei der Umsetzung des Abkommens hat Südtirol mit Mut und Zähigkeit bewiesen, dass es von allem Anfang an in der Lage war, aus dieser internationalen Vereinbarung zwischen Österreich und Italien eine Erfolgsgeschichte zu gestalten. Sie ist heute, was den Schutz ethnischer Minderheiten angeht, in der Welt einzigartig", so die Außenministerin weiter.

Die Südtiroler hätten ihr Schicksal fest in die eigene Hand genommen, wobei sie Österreich stets als ihre Schutzmacht hinter sich gewusst hätten. "Gemeinsam konnte auf diese Weise ein Stück schwerer Geschichte im europäischen Sinne positiv bewältigt werden", sagte Plassnik und betonte: "Ein nicht unwesentlicher Aspekt war dabei, dass alle demokratischen Parteien in Österreich die Südtirolpolitik stets im politischen Konsens aus der innenpolitischen Auseinandersetzung herausgehalten haben".

"Heute können wir feststellen, dass das Pariser Abkommen im Verlaufe der Jahrzehnte durch tatkräftige Unterstützung Österreichs und in Zusammenarbeit mit den jeweiligen italienischen Regierungen schrittweise mit Leben erfüllt werden konnte. Die ethnische Existenz der Südtirolerinnen und Südtiroler in ihrer angestammten Heimat ist gesichert; Südtirol hat sich wirtschaftlich, sozial und kulturell hervorragend entwickelt und ist heute in vielerlei Hinsicht ein Musterbeispiel für eine vernünftige Politik des Ausgleichs und des Dialogs - zwischen den Volksgruppen und zwischen Österreich und Italien. Südtirol ist zu einer prosperierenden und selbstbewussten Region inmitten Europas geworden, die vertrauensvoll in die Zukunft blicken kann", so Plassnik abschließend.

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