Medikamentenpreise in Österreich unter dem EU-Durchschnitt

Liberalisierung bringt keine Vorteile mehr

Wien (OTS) - Die Annahme des Marktforschers Kreutzer, Fischer & Partner, dass Apotheken-Ketten mit Filialen zu einer Preisreduktion der Medikamentenkosten um 20 Prozent führe, ist völlig aus der Luft gegriffen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass eine Liberalisierung des Apothekensystems zu billigeren Medikamenten führt. Erst jüngst wurde bekannt, dass sich in deregulierten Staaten die Erwartungen an die Liberalisierung nicht erfüllt haben. Dies belegt eine Studie des Instituts Gesundheit Österreich GmbH, die drei liberalisierte Länder mit drei regulierten Ländern verglichen hat.

USA sicher kein Vorbild

Die Studie des Instituts Gesundheit Österreich GmbH zeigt weiters auf, dass weder die Preise gesunken sind, noch die Qualität der Arzneimittelversorgung verbessert wurde. Weiters kam es zu keiner besseren geografischen Apothekenverteilung in bisher schon unterversorgten Gebieten. "Das österreichische Apothekensystem bietet eine sehr hohe Qualität zu einem geringen Preis", so Dr. Herbert Cabana, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer. "Wir werden uns im Auftrag unserer Kunden dafür einsetzen, dass es in Österreich nicht zu den amerikanischen Zuständen kommt". In den USA, einem stark liberalisierten Arzneimittelmarkt sterben jährlich 15.000 Menschen an den Nebenwirkungen unkontrollierter Medikamenteneinnahme.

Medikamentenpreise billig

Weiters beschreibt der selbsternannte "Apotheken-Experte" Kreutzer in Unkenntnis der Sachlage die österreichischen Medikamentenpreise als hoch. Vielmehr ist richtig, dass die Medikamentenpreise in Österreich unter dem EU-Durchschnitt liegen. In Österreich kostet eine Packung Medikamente im Durchschnitt 12,24 EUR, in Deutschland 16,33 EUR, in den Niederlanden 18,90 EUR (alle exkl. MWST).

Verlässlicher Arbeitgeber Apotheke

Die österreichischen Apotheken bieten ihren Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze. Die 1.190 öffentlichen Apotheken beschäftigen derzeit rund 13.100 Personen. Jährlich werden ca. 1000 Lehrlinge ausgebildet. Rund 90 Prozent der Arbeitnehmer in Österreichs Apotheken sind Frauen. Die Wiedereinstiegsrate nach der Karenz beträgt aufgrund eines familienfreundlichen Teilzeitmodells 90 Prozent.

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