Kunsthalle Wien macht USA im Herbst zum Schwerpunkt

Wien (OTS) - Das gegenwärtige Wertesystem, wie auch die Populärkultur der Vereinigten Staaten unter den Vorzeichen von 9/11, des Irakkriegs, patriot Acts und des Gefängnisses von Guantanamo stehen von September bis zum kommenden Frühjahr auf dem Kunstprogramm der Kunsthalle Wien, wie Direktor Gerald Matt im Rahmen eines Mediengespräches am Dienstag feststellte. Den Beginn machen aktuelle Arbeiten des schwarzen Künstlers William Pope L., die von 6.9. bis 1. 10. im project space karlsplatz zu sehen sind. Pope L. beschäftigt sich bereits seit geraumer Zeit mit der Verbindung von Männlichkeit und Schwarz-Sein in der US-Gesellschaft. Im project space sind vier, durchwegs auch ironisch anzusehende Videoarbeiten und die mit diversen "wilden Tieren" ausgestattete Schlachtfeld-Installation "Trophy Room" zu sehen. Kuratiert ist die Schau von Sabine Folie

Amerikanische Fotografie und Cartoons von Raymond Pettibon

Ein weiterer Schwerpunkt stellt zwischen 13. Oktober und 25. Februar die in der Kunsthalle im Museumsquartier zu sehende Werkschau von Raymond Pettibon "Whatever it is you`re looking for you won`t find it here" dar, die zugleich auch die erste Retrospektive dieses Künstlers in Österreich darstellt. Pettibon, Jahrgang 1957, machte sich zuerst einen Namen in der Punk-Szene von Los Angeles, bis er mit seinen Zeichnungen und Cartoons, die sich in irritierender Art und Weise mit populären US-Mythologien, wie etwa den Superhelden und Superschurken der Comicwelt, auseinandersetzen, als eigenständiger Künstler etablierte. Laut den beiden Kuratoren Gerald Matt und Thomas Mießgang ist Pettibon "vielleicht der genaueste künstlerische Beobachter populärkultureller amerikanischer Milieus".

"Americans" nennt sich dann die dritte Schau (3.11.- 4.2.2007), die anhand von "Meisterwerken amerikanischer Fotografie von 1940 bis heute" den Versuch unternimmt, bedeutsame Zeitströmungen der US-Gesellschaft zu rekapitulieren. Die von Peter Weiermair kuratierte Schau in der Kunsthalle zeigt Fotografien u.a. Helen Levitts, Diane Arbus, Ed Templeton und Burk Uzzle.

US-Theoretiker Greil Marcus zu Gast in Wien

Parallel zu den drei künstlerischen Schwerpunkten bietet die Kunsthalle auch die Gelegenheit, anhand eines Symposions das eigene Bild über die USA einer kritischen Beurteilung zu unterwerfen. Fix zugesagt hat bereits der bekannte Musik- und Kulturjournalist Greil Marcus ("Mystery Tours"), der am 23. Oktober um 19.30 über aktuelle Vorgänge in seiner Heimat reden wird. Am 24. Oktober folgt noch eine Journalistenrunde, die ab 19.00 Uhr in der Kunsthalle über das Thema "USA 2006" debattieren wird.

o Infos auch unter: http://www.kunsthallewien.at/

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