Maier zu "Gammelfleisch": Die neueste Lüge von Kanzler Schüssel

ÖVP verharmlost Fleischskandal auf Jugend-Plattform "Zukunft"

Wien (SK) - Erinnerungen an den von Kanzler Schüssel in Abrede gestellten Pflegenotstand in Österreich werden wach: Wie SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier am Dienstag aufdeckte, verharmlose die ÖVP auf ihrer Jugendplattform "zukunft.at" den deutschen "Gammelfleisch"-Skandal und sage betreffend den Auswirkungen auf Österreich bewusst die Unwahrheit. Maier gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Diese Jugendseite ist eine Initiative von Wolfgang Schüssel. Die aktuelle Meldung zum 'Gammelfleisch'-Skandal beweist, dass man sich ganz am Original orientiert und Lügen verbreitet. Die neueste Lüge von Kanzler Schüssel - diesmal zu finden auf 'zukunft.at'". ****

Wörtlich heißt es auf der Seite: "Deutscher Fleischskandal -Österreich ist gerüstet! Die Lebensmittel-Aufsichtsbehörden geben Entwarnung - keine gefährlichen Güter im Land." Der SPÖ-Abgeordnete:
"Das ist nachweislich falsch. Gestern nachmittag war schon bekannt, dass fünf Bundesländer direkt vom Gammelfleisch-Skandal in Bayern betroffen sind. Die ÖVP gaukelt sich offenbar schon selbst eine Welt vor, die mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat." Denn wie Maier schon vor Monaten herausfand, weiß die Gesundheitsministerin überhaupt nicht, welches Fleisch in welchen Mengen aus anderen EU-Ländern geliefert wird. Hiezu gibt es keinerlei Statistiken. Maier: "Es gibt keine flächendeckenden Kontrollen von Kühllagern oder Tiefkühlhäusern. Das Gesundheitsministerium konnte mir auch nicht sagen, wieviele Kühlwägen kontrolliert wurden."

Entgegen der ÖVP-Behauptungen sei also punkto Lebensmittelsicherheit in diesem Bereich "überhaupt nichts in Ordnung". 'Niemand könne sagen, welche Mengen Fleisch, Fleisch- odert Milchwaren sowie Fisch aufgetaut, umettiketiert und als Frischware verkauft werde, kritisierte Maier. "Wäre der Skandal in Deutschland nicht aufgeflogen, hätte in Österreich nie jemand etwas davon erfahren." Abschließend richtete sich Maier deshalb an die Österreicherinnen und Österreicher: "Wenn ihnen nach dem Essen das nächste Mal schlecht ist, denken sie an die Versäumnisse von Ministerin Rauch-Kallat!" (Schluss) ns/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0007