Schulbeginn: Versicherungen für die Kleinen prüfen

Arbeiterkammer rät zu einer privaten Unfallversicherung für Kinder, aber: bestehende Verträge vorher durchleuchten und Angebote vergleichen!

Wien (OTS) - Pünktlich zum Schulbeginn bewerben Versicherungen spezielle Produkte für Kinder. Die Kleinen unterliegen erst mit Schuleintritt der gesetzlichen Unfallversicherungen - für die Dauer des Schulbesuchs und des Schulwegs. Passiert ein Unfall in der Freizeit, sind zwar die Behandlungskosten durch die Krankenversicherung gedeckt, nicht aber die Folgeschäden. "Eine Haftpflichtversicherung für verursachte Schäden ist sinnvoll - und wir raten zu einer privaten Unfallversicherung für Kinder", so Harald Glatz, Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK), "aber zuerst muss geprüft werden, ob bereits bestehende Versicherungen der Eltern auch ausreichen würden." Die AK weist auch darauf hin, dass so genannte "Zahlscheinpolizzen für Schülerunfallpolizzen" meist keinen ausreichenden Schutz bieten.

Zu Schulbeginn werden häufig so genannte "Zahlscheinpolizzen für Schülerunfallpolizzen" ausgegeben - doch diese bieten oft nur unzureichend Schutz, warnt die AK. Besser ist eine "echte" Unfallversicherung oder eine Familienunfallversicherung, da im Falle eines Unfalls die Leistung höher ist. Ratsam ist jedenfalls eine private Haftpflichtversicherung: Sie wehrt unberechtigte Schadenersatzforderungen ab und deckt Schäden, die von Dritten geltend gemacht werden. Haushaltsversicherungen enthalten eine solche Haftpflichtversicherung, die das Kind in den meisten Fällen bis zum 25. Lebensjahr mit einschließt - vorausgesetzt, es lebt im gleichen Haushalt und hat kein eigenes Einkommen.

Für Jugendliche werden vorrangig Lebensversicherungen für Junioren, Kindervorsorgeversicherungen, Aussteuerversicherungen, Ausbildungsversicherungen oder sogar Heiratsversicherungen angeboten. Die jeweilige Leistung wird erbracht, wenn das bestimmte Ereignis eintritt. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da derartige Versicherungen aufgrund der langen Kapitalbindung extrem unflexibel sind, und weil ein vorzeitiger Ausstieg oft schwierig ist.

Bevor sich Eltern für eine Versicherung entscheiden, sollten sie unbedingt prüfen, ob das Kind nicht bereits durch bestehende Verträge mitversichert ist. "Achten Sie vor dem Abschluss einer Versicherung unbedingt darauf, wie viel im Versicherungsfall gezahlt wird", so Glatz: "Zuerst prüfen, was das Kind braucht - und dann unbedingt die Angebote vergleichen."

Tipps der AK Konsumentenschützer:
+ Prüfen Sie, ob nicht bereits ein Schutz durch eine bestehende Versicherung existiert.
+ Achten Sie darauf, dass bei einer Unfallversicherung für alle Familienmitglieder ein gesamter und nicht gestaffelter Versicherungsschutz besteht. Jedenfalls sollten Sie auf einen Anspruch mit hoher einmaliger Leistung oder hohen Rentenzahlungen achten.
+ Prüfen Sie die Höhe der Versicherungssummen wegen der Schadensabdeckung, und achten Sie auf die Höhe des Selbstbehaltes. + Schauen Sie nach, ab wann der Versicherungsschutz besteht.
+ Vergleichen Sie die Angebote, und wählen Sie dann das geeignete Paket.
+ Bevor Sie für das Kind oder Enkerl eine Lebensversicherung oder privat (geförderte) Zukunftsvorsorge abschließen, prüfen Sie, ob nicht andere Veranlagungsformen besser geeignet und flexibler sind.

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