VP-Korosec: Die Sozialhilfe ist Landessache, Frau Stadträtin Brauner

Brauner´schen Lippenbekenntnissen folgen keine Taten

Wien (VP-Klub) - "Brauner soll nicht scheinheilig für ein bundeseinheitliches System zur Regelung der Sozialhilfe eintreten, sondern endlich die jahrelange Forderung der ÖVP Wien umsetzen und die Sozialhilfebeträge in Wien um mindestens 20% auf Österreichschnitt anheben", kritisiert die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, die Wahlkampfpolemik von Wiens Gesundheitsstadträtin Brauner.

Niedrige Sozialhilferichtsätze in Wien

Vergleicht man die Sozialhilferichtsätze der österreichischen Bundesländer, so ist erkennbar, dass beispielsweise ein Alleinunterstützter in Wien nur 420 Euro erhält, während in Oberösterreich 532,20 Euro angemessen scheinen. Zwei Menschen in einer Lebensgemeinschaft mit einem Kind stehen in Wien 775 Euro zu, während diese in Oberösterreich 937 Euro erhalten können. Zudem erhalten die Betroffen in Oberösterreich etwa auch bei der zeitlich begrenzten Sozialhilfe Sonderzahlungen.

Jeder Euro ist für die Menschen in dieser Situation wichtig

"Der Unterschied in den Sozialhilferichtsätzen ist gerade für jene, die zumindest für einen kurzen Zeitraum die Unterstützung der Gesellschaft brauchen, nicht irrelevant. Jeder Euro ist wichtig", betont Korosec. Das angeblich so soziale Wien entpuppe sich bei genauer Betrachtung als Kältepol mit frostiger Tatenlosigkeit. Die Sozialpolitik der SPÖ ist in Wien an ihrem Tiefstand angelangt.

Brauner kann und soll Wiener Richtsätze auf Österreichschnitt anheben

"Wenn Brauner eine Angleichung der Sozialhilferichtsätze in Österreich will, soll sie zuerst die Beträge um rund 20% auf Österreichschnitt anheben. Das steht in ihrem Verantwortungsbereich und kann von ihr sofort umgesetzt werden", fordert Korosec die zuständige SP-Politikerin auf, endlich einmal zu handeln und es nicht nur immer bei Lippenbekenntnissen zu belassen.

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