AK-Präsident Kalliauer: Angriff des Finanzministers auf die Rechte der Arbeitnehmer/-innen ist inakzeptabel

Linz (OTS) - Dass Finanzminister Grasser die betriebliche Mitbestimmung abschaffen will, bezeichnet AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer als inakzeptablen Angriff auf die Rechte der Arbeitnehmer/-innen. "Dieser Vorschlag geht unter die Gürtellinie der Gewerkschaften und widerspricht den Interessen der Beschäftigten", so Kalliauer.

Grasser hatte bei der Herbsttagung der FDP-Bundestagsfraktion in Wiesbaden die Abschaffung der betrieblichen Mitbestimmung als Voraussetzung für eine hohe Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich gefordert.

"Diese von der Abschaffung betrieblicher Mitbestimmung abhängig zu machen, geht an der Realität völlig vorbei", kritisiert
Dr. Johann Kalliauer. Ganz im Gegenteil, so der AK-Präsident: "Mit dieser Forderung erweist Grasser der österreichischen Wirtschaft keinen großen Dienst."

Blickt man auf die Gewinn- und Wachstumsentwicklung der österreichischen Betriebe, so stechen jene hervor, die auch gute Mitbestimmungsstrukturen vorweisen. Und zwar für die Beschäftigten und für die Betriebsräte/-innen.

Auch alle Trends der aktuellen Gestaltung von betrieblichen Abläufen und der betrieblichen Organisation verweisen auf die zunehemende Wichtigkeit der Einbeziehung der Beschäftigten. Das Beispiel Schweden zeigt, dass ein gutes System der Mitbestimmung zu hoher Prosperität führt.

"Damit zeigt der Finanzminister sein wahres Gesicht," so der AK-Präsident. Die arbeitenden Menschen und deren Arbeitsbedingungen seien ihm nichts wert. "Mit diesem Frontalangriff auf die betriebliche Mitbestimmung verlässt er den erfolgreichen Weg der österreichischen Sozialpartnerschaft. Wir weisen diese Forderungen auf das Schärfste zurück", sagt Kalliauer.

Bei den bevorstehenden Bad Ischler Dialogen (6.-7.9.) erwartet sich der AK-Präsident von den Sozialpartnern ein starkes Bekenntnis zur betrieblichen Mitbestimmung.

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