• 04.09.2006, 12:36:57
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Gehrer: SPÖ-Forderungen sind alte Hüte

ÖVP steht für Neuerungen mit Weitblick und Qualitätssicherung

Wien, 4. September 2006 (ÖVP-PK) Als "alte Hüte" bezeichnete
Bildungsministerin Elisabeth Gehrer die heute von der SPÖ
gestellten Forderungen. "Allein im Pflichtschulbereich gibt es
jährlich 1,5 Millionen Stunden Förderunterricht", erklärte Gehrer.
Der Förderunterricht muss mit individuellen Förderkonzepten am
Schulstandort optimal eingesetzt werden. "Für den Erfolg von
Maßnahmen wie dem Frühwarnsystem spricht auch, dass in den letzten
zehn Jahren die Zahl der Repetenten um ein Viertel zurückgegangen
ist. Aber Leistung muss auch in Zukunft ihren Stellenwert haben",
betonte Gehrer. ****

In Bezug auf Alfred Gusenbauers Forderung nach 100.000
Ganztagesplätzen bemerkte Gehrer: "Mir ist es wichtig, dass die
Eltern selbst wählen können, ob ihr Kind ganztägig zur Schule geht
oder am Nachmittag zu Hause betreut wird. Wir haben für das nächste
Schuljahr rund 80.000 Anmeldungen für die Tagesbetreuung. Wenn es
in zwei Jahren zum Beispiel 100.000 sind, dann werden die Plätze
zur Verfügung stehen."

Die Senkung der Klassenschülerzahlen auf einen Richtwert von 25
werde die ÖVP gleich nach der Nationalratswahl in Angriff nehmen,
erklärte Gehrer weiter. Zu Gusenbauers Mutmaßungen über die
Junglehrerinnen und Junglehrer in Österreich stellte Gehrer fest:
"Alfred Gusenbauer sagt offensichtlich bewusst die Unwahrheit, um
den jungen Lehrerinnen und Lehrern in Österreich Angst zu machen.
Ein Plan zur Kündigung von Junglehrerinnen und Junglehrern - wie
von Gusenbauer angesprochen - existiert ebenso wenig wie die
Absicht, Schulgeld in Österreich einzuführen. Das müsste Herr
Gusenbauer wissen, weil wir gemeinsam die Schulgeldfreiheit in der
Verfassung verankert haben."

Zum Bildungskonzept der SPÖ bemerkte Gehrer: "Die SPÖ möchte
die Gesamtschule, 73 Prozent der Bevölkerung sprechen sich in der
aktuellen Fessel-GfK-Studie für das differenzierte Schulsystem und
damit gegen die Gesamtschule aus". Mit der Einführung einer
gemeinsamen Oberstufe verhalte es sich ähnlich. "Nach der aktuellen
Fessel-GfK-Umfrage sprechen sich 75 Prozent der Befragten für die
Beibehaltung der guten Gymnasien und berufsbildenden Schulen in
Österreich aus", so Gehrer weiter.

"Wir wollen in der nächsten Legislaturperiode die Stärken
unseres Schulsystems noch weiter ausbauen", erklärte Gehrer. Die
ÖVP-Bildungspolitik stehe dafür, dass unterschiedlichen Begabungen
und Interessen auch weiterhin Rechnung getragen wird, weil die
jungen Menschen damit bessere Chancen im Beruf und im Leben hätten.
"Ich möchte in der AHS-Oberstufe ein Kurssystem einführen. Wenn die
Schülerinnen und Schüler einen Kurs nicht bestanden haben, können
sie ihn nachholen. Damit werden Klassenwiederholungen in Zukunft
vermieden", so die Ministerin. Außerdem sprach sie sich für
einheitliche Standards bei der Matura aus, dadurch könne die
Qualität der Ausbildung gesichert werden. "Ich möchte auch, dass
die Schulen künftig die Lehrerinnen und Lehrer selbst auswählen
können. So kann man den spezifischen Schwerpunktsetzungen der
Schulen bestmöglich gerecht werden", schloss Gehrer.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

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