Achtung, korrigierte Version: Wir gratulieren Runde Geburtstage im September

Wien (PK) – Im September feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete Günter SCHÖNHART (F) – 65. Geburtstag am 1. September,

die Präsidentin des Bundesrates a.D. und amtierende Bundesrätin Sissy ROTH-HALVAX (V) – 60. Geburtstag am 2. September,

der ehemalige Bundesrat Reg.-Rat Karl LITSCHAUER (V) – 70. Geburtstag am 3. September,

der ehemalige Bundesrat Adolf SCHACHNER (S) – 65. Geburtstag am
6. September,

der ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Felix BERGSMANN (V) – 70. Geburtstag am 7. September,

der ehemalige Abgeordnete Karl GLASER (V) – 85. Geburtstag am 7. September,

der ehemalige Bundesrat Karl SCHWAB (F) – 70. Geburtstag am 15. September,

der ehemalige Abgeordnete und Vorsitzende des Bundesrates Dr.
Jörg IRO (V) – 80. Geburtstag am 16. September,

die ehemalige Abgeordnete Ökonomierätin Katharina HORNGACHER (V) – 65. Geburtstag am 21. September,

der ehemalige Abgeordnete Alfred HABERL (S) – 85. Geburtstag am 22. September,

der ehemalige Bundesminister sowie EU-Kommissar und Abgeordnete
DI Dr. Franz FISCHLER (V) – 60. Geburtstag am 23. September,

die ehemalige Bundesministerin und Abgeordnete Dr. Sonja STIEGELBAUER-STARRACH (V) – 60. Geburtstag am 23. September,

die ehemalige Bundesrätin Margaretha OBENAUS (S) – 75. Geburtstag am 26. September,

der ehemalige Abgeordnete Josef STRASSBERGER (V) – 60. Geburtstag am 27. September,

der ehemalige Abgeordnete Manfred LACKNER (S) – 60. Geburtstag am 29. September,

der ehemalige Abgeordnete Hermann BÖHACKER (F) – 65. Geburtstag am 30. September.

Sissy Roth-Halvax 60

Die frühere Präsidentin des Bundesrats (1. Halbjahr 2006) Sissy Roth-Halvax feiert am 2. September ihren 60. Geburtstag.

1946 in Wien geboren, absolvierte sie ihre gesamte Ausbildung einschließlich der Hotelfachschule in Wien, wo sie auch ihre berufliche Karriere durchlief, beginnend als Receptionistin
(1964) bis zur Leitung der Personalabteilung und
Personalentwicklung einer großen Hotelgruppe (bis 2000).

Ihre politische Karriere machte Roth-Halvax allerdings in Niederösterreich. Von 1998 bis 2003 war sie Abgeordnete zum Niederösterreichischen Landtag, ehe sie im April 2003 in den Bundesrat entsandt wurde. Die Zeit ihrer Präsidentschaft in der Länderkammer unterschied sich deutlich vom "Normalfall", erhielt das 1. Halbjahr 2006 doch seine spezielle Prägung und Bedeutung durch den österreichischen EU-Vorsitz. Roth-Halvax wusste denn
auch diese Chance sowohl national wie auch auf der europäischen
und internationalen Bühne zu nutzen. Seit 2000 bekleidet sie
zudem das Amt der Bürgermeisterin ihrer niederösterreichischen Gemeinde Maria Lanzendorf. Dazu kommt ihr Engagement im Gemeindevertreterverband sowie bei der Niederösterreichischen
Dorf- und Stadterneuerung.

Franz Fischler 60

Franz Fischler ist ein Bauernsohn. Als erstes von sechs Kindern
am 23. September 1946 in Absam in Tirol geboren, wandte er sich
nach der Matura am humanistischen Gymnasium der Franziskaner in
Hall der agronomischen Theorie an der Wiener Hochschule für Bodenkultur zu. Dort promovierte er 1978 mit einer Arbeit über Grundlagen, Methoden und Anwendungsmöglichkeiten der
Flächenbilanz zum Dr. rer. nat. oec. Während der Studienjahre engagierte er sich zudem in der Katholischen Hochschuljugend.

Seine Berufslaufbahn begann er als Universitätsassistent,
wechselte aber 1979 in die Landwirtschaftskammer Tirol, wo er
1985 zum Direktor avancierte. Im April 1989 folgte er Josef
Riegler, der in der Regierung Vranitzky zum Vizekanzler
aufgerückt war, als Landwirtschaftsminister nach. Dem Nationalrat gehörte Fischler daher jeweils nur kurz an, nämlich vom 5. November bis zum 17. Dezember 1990 und vom 7. November bis zum
28. November 1994. Nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union wechselte Fischler als EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung auf die europäische Bühne, wo er sich rasch hohes Ansehen erwarb. Neben der Neustrukturierung der Agrarförderungen war Fischler in diesem Amt bei der Bewältigung der BSE-Krise gefordert. Fischlers Reformkonzept wurde
schließlich – wenn auch mit Abstrichen – im Rahmen der "Agenda 2000" angenommen. In seiner zweiten Brüsseler Amtszeit unter Kommissionspräsident Romano Prodi bekam Fischler auch noch die Zuständigkeit für das Fischereiwesen. In seine zweite Amtsperiode fielen u.a. die Vorbereitungen der so genannten EU-
Osterweiterung. Sowohl im Agrarbereich wie auch in der Fischerei initiierte Fischler Reformen, die allerdings hinter seinen ursprünglichen Plänen zurückblieben. Bei seinem Ausscheiden aus der EU-Kommission mit dem turnusgemäßen Abgang der Kommission unter Prodi galt der Tiroler als einer der erfolgreichsten EU-Kommissare.

Der Politik im weitesten Sinn blieb Fischler allerdings erhalten:
Mitte 2005 wurde er zum neuen Präsidenten des Ökosozialen Forums gewählt. Auch in diesem Amt folgte er auf Josef Riegler, mit dem ihn auch die Idee des ökosozialen Wirtschaftens verbindet. 2006 veröffentlichte er, gemeinsam mit Christian Ortner, das Buch "Europa – der Staat, den keiner will". (Schluss)

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