Schödl: Grüne Zurufe zu Ein-Personen-Unternehmen sind entbehrlich!

WKÖ mit maßgeschneidertem EPU-Programm voll auf Schiene

Wien (PWK553) - Mit Unverständnis reagierte heute, Montag, der WKÖ-Beauftragte für Ein-Personen-Unternehmen (EPU), Gernot Schödl, auf die Äußerungen des Bundessprechers der Grünen Wirtschaft, Volker Plass. "Das Programm der Wirtschaftskammer Österreich für die Ein-Personen-Unternehmen ist längst gestartet. Ein eigener EPU-Beauftragter kümmert sich um die Anliegen und Wünsche der Unternehmer, in den Landeskammern haben die EPUs kompetente Ansprechpartner und in Kürze wird ein Informationsportal für EPUs online gehen", so Schödl. Von "Kindesweglegung" zu sprechen sei vermessen, schließlich läge ein besonderer Schwerpunkt der interessenpolitischen Arbeit auf den Kleinstunternehmern. Derzeit sind rund 50 Prozent der Wirtschaftskammermitglieder so genannte Ein-Personen-Unternehmen, also Selbständige, die keine Mitarbeiter beschäftigen und nur fallweise Unterstützung durch Familienmitglieder oder geringfügig Beschäftigte erfahren.

Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, habe bereits sehr früh auf die Änderungen in der heimischen Unternehmerlandschaft, hin zu mehr Ein-Personen-Unternehmen, reagiert. "Wie anders ist es zu erklären, dass wir eine breite Entlastunsgpalette für die EPUs präsentieren können?", so Schödl, der beispielhaft die Halbierung der Mindestbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung ab 2003, die Entlastung der Kleinunternehmer durch Senkung der Mindestbeitragsgrundlage in der Pensionsversicherung um knapp 2/3 von 2006 bis 2015, die Betriebshilfe bei Krankheit, Unfall oder Mutterschutz oder die Vereinfachungen bei der Lohnverrechnung nennt.

Das EPU-Forderungsprogramm der Grünen weise zudem Parallelen zum bestehenden WKÖ-Forderungskatalog auf: Etwa die Schaffung einer Arbeitslosenversicherung für Selbständige oder Verbesserungen im NeuFÖG. Außerdem lägen weitere hochaktuelle Forderungen an die neue Bundesregierung auf dem Tisch: Die Einführung eines begünstigten Jahressechstels für Selbständige analog zum begünstigten 13./14. Gehalt bei den Unselbständigen, eine gezielte Entlastung bei den Einkommenssteuertarifen für die unteren und mittleren Einkommen in Höhe von 420 Mill. Euro sowie die Abschaffung einer Vielzahl von Bagatellsteuern: Wegfall der Erbschaftssteuer (140 Mill. Euro), der Werbeabgabe (100 Mill. Euro), der Gesellschaftssteuer (52 Mill. Euro), der Darlehens- und Kreditgebühr (150 bis 200 Mill. Euro). "Die Grüne Wirtschaft ist hier herzlich eingeladen, sich produktiv in den Forderungsprozess einzubringen", unterstreicht der EPU-Beauftragte der Wirtschaftskammer Österreich. (us)

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