AK-Kärnten: Abstimmung bei Green one Tec eindeutig rechtswidrig

Klagenfurt (OTS) - Als rechtswidrig bezeichnet die Arbeiterkammer Kärnten die heute bei der Firma Green one Tec stattfindende Abstimmung über die Einrichtung eines Betriebsrates. Der von den Mitarbeitern gewählte Wahlvorstand ist laut Gesetz vielmehr verpflichtet, die Wahl eines Betriebsrates unverzüglich vorzubereiten.

"Eine Befragung der Mitarbeiter ist weder notwendig noch zulässig", betont der Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, Günther Goach. 120 Dienstnehmer haben bereits am 22. August in einer Betriebsversammlung einen Wahlvorstand zur Wahl eines gesetzmäßigen Betriebsrates gewählt. Dieser Wahlvorstand ist jetzt verpflichtet, die Wahl eines Betriebsrates gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und Fristen des Arbeitsverfassungsgesetzes unverzüglich vorzubereiten.

"Was derzeit bei Green one Tec passiert, ist auf jeden Fall rechtswidrig", verweist Goach auf die Gesetzeslage, wonach eine Abstimmung über die Einrichtung eines Betriebsrates unzulässig ist. "Ab fünf Dienstnehmern ist in einem Unternehmen ein Betriebsrat zu wählen. Dazu muss niemand befragt werden", sagt Goach.

Der Sprecher des Wahlvorstandes sei jetzt verpflichtet, die Wahl jetzt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auszuschreiben. Die heute stattfindende Abstimmung könne daher nur als Einschüchterungsversuch gewertet werden, um die Mitarbeiter an weiteren Schritten zur Durchführung der Betriebsratswahl zu behindern, kritisiert der AK-Präsident.

"AK und ÖGB werden die Vorgangsweise bei Green one Tec auf keinen Fall hinnehmen und notfalls juristische Schritte einleiten", betont Goach.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Kärnten
Kommunikation
Mag. Christa Maurer
Tel. 050 477-2401
Fax: 050 477-2400
E-Mail: c.maurer@akktn.at
kaernten.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKK0001