Bures: Dienstleistungsscheck wird nicht angenommen

Akzeptanz des Modells erhöhen, bevor man über Ausweitung nachdenkt

Wien (SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures sieht sich in ihrer Kritik am Dienstleistungsscheck bestätigt. Im heutigen Ö1-Morgenjournal zum Pflegenotstand in Österreich steht nun ein neuer Vorschlag zur Debatte, nämlich den Dienstleistungsscheck auch für Pflegepersonal einzusetzen. Von der Arbeiterkammer und seitens der Universität Linz wurde Kritik an dieser Idee laut. Die Arbeiterkammer kritisiert, dass hier mit großem Aufwand Taschengeldjobs finanziert würden, Friedrich Schneider von der Uni Linz forderte eine Entbürokratisierung. "Das Problem ist, dass schon der aktuelle Dienstleistungsscheck nicht praktikabel ist", so Bures. In der Umsetzung gebe es erhebliche Mängel. "Es gilt, diese aus dem Weg zu räumen, bevor man neue Vorschläge, wie jenen Pflegerinnen und Pfleger mit dem Scheck zu bezahlen, in die Debatte einbringt", forderte Bures. ****

Bis jetzt sei der Dienstleistungsscheck erst von "ungefähr 1.000 Personen" angenommen worden. "Das ist sehr wenig, wenn man bedenkt, dass das Ziel der Regierung ist, ihn an 20.000 Menschen zu verkaufen", so Bures. Vor allem die bürokratischen Hürden seien enorm: "Zuerst muss der Dienstnehmer den Check in einer Trafik kaufen, dann muss ihn der Dienstnehmer bei der Gebietkrankenkasse einreichen. Die Gebietskrankenkasse gibt den Scheck an das Kompetenzzentrum für Dienstleistungsschecks weiter. Das Zentrum rechnet den Scheck ab und gibt daraufhin der Gebietskrankenkasse das OK zur Auszahlung". Dass Arbeitnehmer oft wochenlang auf ihr Geld warten müssen, sei inakzeptabel, sagte Bures. Bevor man nun über Dienstleistungsschecks für PflegerInnen nachdenke, gehöre die Akzeptanz des Dienstleistungsschecks erhöht. Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin rief einmal mehr Minister Bartenstein auf, mit den Sozialpartnern in Verhandlungen zu treten. (Schluss) sk

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