HGPD-Kaske empört über ÖHV-Bluff

Unvollständiges Zitat in "seltsamer Wahlinformation"

Wien (HGPD/ÖGB) - "Als mich die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) um eine Stellungnahme für ihre Wahlcheckliste gebeten hat, habe ich diese natürlich gerne abgegeben - nicht ahnend, dass diese unvollständig und manipulativ verwendet wird", empört sich Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD). "Auch wenn ich in einigen Punkten mit ihren Vorschlägen nicht übereinstimme, finde ich diese Idee sehr innovativ und interessant," schrieb Kaske an die ÖHV. Beim Abdruck in der ÖHV-Broschüre blieb "diese Idee sehr innovativ" übrig. "Ich hoffe die Herren gestalten die Werbeprospekte für ihre Hotels nicht nach ähnlichen moralischen Prinzipien", wundert sich der Tourismusgewerkschafter.++++

"Ich finde es überhaupt ein wenig zweifelhaft, dass die ÖHV rund 30.000 HotelmitarbeiterInnen mit ihrer Nationalratswahlkampagne belästigt", erklärt der HGPD-Vorsitzende: "Meiner Einschätzung nach sind Tourismusbeschäftigte durchaus mündig genug, selbst zu entscheiden, für wen sie bei der Wahl ihr Kreuzerl machen. Und die meisten erkennen hoffentlich auch, dass die von der ÖHV propagierte Senkung der Lohnnebenkosten nur vorübergehend und nur vielleicht ein bisserl mehr im Börserl bringt. Auf lange Sicht ginge diese Senkung auf Kosten der ArbeitnehmerInnen."

Kaske betont abschließend: "Wer mich kennt, weiß, dass ich die ÖHV als Partner und Denkwerkstatt der Arbeitgeber schätze. Doch die Herren sollen sich auf ihre Aufgabe als Interessenvertretung der Hoteliers konzentrieren und nicht weiter versuchen, für die Beschäftigten zu denken. Vor allem bitte ich aber um Ehrlichkeit und Fairness statt plumper Manipulation."

ÖGB, 28. August
2006 Nr. 555

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