FPÖ: Dienstleistungsscheck praxistauglich machen

Hofer: Am finnischen Vorbild orientieren

Wien (OTS) - Der Dienstleistungsscheck sei eigentlich keine schlechte Idee gewesen, trotzdem sei er aufgrund der halbherzigen Umsetzung zum Flop geworden. Denn die Zahl der Österreicher, die bisher einen Dienstleistungsscheck gekauft hätten, sei mehr als bescheiden, meinte heute der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer.

Laut Hofer gebe es aber durchaus Möglichkeiten, den Dienstleistungsscheck praxistauglich zu machen. "Hier kann Finnland ein Vorbild für Österreich sein. Dort können haushaltsnahe Dienstleistungen steuerschonend geltend gemacht werden. Gemeint sind damit beispielsweise Kosten für Gartenarbeiten, Reinigung, Kinderbetreuung oder verschiedene Handwerkerarbeiten. Für den Dienstleistungsscheck wäre das finnische Modell eine ideale Ergänzung, da somit der Nachweis einer offiziellen Beschäftigung gewährleistet ist."

Bei allen anderen, nicht vom Dienstleistungsscheck umfaßten Tätigkeiten wie zum Beispiel Reparaturarbeiten am Haus oder in der Wohnung, stelle die Absetzbarkeit einen deutlichen Anreiz zur offiziellen Beschäftigung dar, die der Schattenwirtschaft vorbeuge, erläuterte Hofer. Diese Maßnahme würde insbesondere auch Klein- und Mittelbetrieb unterstützen, die täglich mit zumeist von Ausländern verrichteter Schwarzarbeit im Wettbewerb stünden.

Die Absetzbarkeit haushaltsnaher Dienstleistungen nach finnischem Vorbild entlaste Österreichs Haushalte um 260 Millionen Euro. "Oder anders gesagt: Dem Finanzminister gehen diese 260 Millionen Euro ausgabenseitig zunächst verloren. Doch die Erfahrungen in Finnland haben gezeigt, daß mit dieser Maßnahme in Österreich auf Dauer 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten", führte Hofer weiter aus. "Die Gesamtrentabilität durch geringere Ausgaben für Sozialleistungen, Steuermehreinnahmen, Eindämmung der Schwarzarbeit und zusätzliche Einnahmen für Sozialversicherungen spricht jedenfalls absolut für die Absetzbarkeit haushaltsnaher Dienstleistungen. Die Rechnung geht also auch für den Finanzminister auf."

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