Kukacka: Gewerkschafts-Multi Haberzettl soll sich entscheiden

Mit Trick entgegen SPÖ-Präsidiumsbeschluss in den Nationalrat

Wien, 27. August 2006 (ÖVP-PD) Der "Haberzettl-Trick", Chef der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE) zu bleiben, aber den Vorsitz der Fusionsgewerkschaft "vida" nicht zu übernehmen, um ein National-ratsmandat besetzen zu können, lässt für Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka erneut die Frage aufkommen, inwieweit die vielen Posten des Multifunktionärs Wilhelm Haberzettl noch miteinander vereinbar sind. ****

Als Zentralbetriebsratsobmann der ÖBB und als Vorsitzender der GdE muss Haberzettl nämlich die Interessen aller Arbeitnehmer bei

allen 15 heimischen Eisenbahnunternehmen (EVU) vertreten und nicht nur jene der sozialistischen Gewerkschafter, deren gesamtöster-reichischer Fraktionsvorsitzender er seit kurzem ist und deren parteipolitischen Interessen er damit verpflichtet ist. Aber auch
um nicht in weitere Interessenskollisionen zwischen den ÖBB, deren Konzernbetriebsratsvorsitzender er ist, und den anderen 14 österreichischen EVUs zu geraten, die im Wettbewerb zu den ÖBB stehen "soll sich Haberzettl entscheiden, wessen Interessen er vertreten will", so Kukacka.

Dass Haberzettl in seiner Funktion als Eisenbahnergewerk-schafter parteipolitisch agiert habe, hat man immer wieder beobachten können, meinte Kukacka und erklärt: "Wer darüber hinaus das Management seines eigenen Unternehmens öffentlich als `Saustall` bezeichne und glaube die steigenden Passagierzahlen
seien `der Unternehmensführung passiert` sowie der Personalverwaltung "Chaos" attestiert, fügt den ÖBB bewusst einen Imageschaden zu und handle auch gegen die einem Aufsichtsrat gesetzlich auferlegte Pflicht, die Interessen seines Unternehmens
zu wahren."

Haberzettl ist momentan Vorsitzender Fraktionschef der FSG im ÖGB, Chef der Eisenbahnergewerkschaft, Betriebsratobmann der ÖBB Bau AG und Aufsichtsrat der Bau AG, oberster Konzernbetriebsrat der ÖBB-Holdung und dort auch Aufsichtsrat, Präsident der Europäischen Transportarbeiter Föderation (ETF - vormals FST) sowie stellvertretender Verbandsvorsitzender im Hauptverband der Sozialversicherungen. "Er und seine Gewerkschaftsfreunde sollten darüber nachdenken, welche seiner Funktionen er nun zurücklegen soll, anstatt eine neue anzustreben", sagte Kukacka.

Zur neuen Fusionsgewerkschaft "vida" meint Kukacka: "Wie man die neue Interessen von Hotellerie, Gastronomie und Persönlichen

Dienstleistungen mit jenen des Verkehrsbereichs unter einen Gewerkschafts-Hut bringen will ist mehr als fraglich, aber nicht mein Problem." Dass Haberzettl aufgrund dieser seltsamen Konglomeratgewerkschaft aber seine Chance wahren will, auf der Bundesliste der SPÖ für den Nationalrat zu kandidieren, bezeichnete Kukacka abschließend als "Farce, die den Beschluss des SPÖ Präsidiums, Vorsitzende von Teilgewerkschaften nicht mehr auf ihre Wahllisten zu setzen ad absurdum führt".

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