Darabos: Schüssels Ignoranz gegenüber Hilferuf einer 90-Jährigen unerträglich

"Existenzielle Sorgen der Menschen lassen den Kanzler kalt"

Wien (SK) - "Immer mehr Beweise zeigen: Kanzler Schüssel wusste sehr genau über den Pflegenotstand Bescheid, aber er wollte nichts unternehmen ", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos." Seine Ignoranz gegenüber dem Hilferuf einer 90-jährigen Frau ist unerträglich und zeigt geradezu beispielhaft die Kälte, Hartherzigkeit und Abgehobenheit von Schüssel", so Darabos am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Aktueller Hintergrund seiner Kritik ist ein Bericht des Journalisten Hans Weiss, aus dem hervorgeht, dass Schüssel von Betroffenen brieflich auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam gemacht worden ist - vom Kanzler gab es nicht einmal eine Antwort. ****

Kanzler Schüssel hat nicht nur aus seiner eigenen Familie wissen müssen, dass es einen Pflegenotstand in Österreich gibt, sondern auch aus Briefen von betroffenen Menschen. Das schreibt Hans Weiss, der vor einer Woche mit einem Leserbrief im "Standard" bekannt gemacht hat, dass die Schwiegermutter von Kanzler Schüssel illegal von einer slowakischen Betreuungskraft gepflegt wurde.

In der aktuellen Wochenendausgabe des "Standard" ("Kommentar der anderen") schreibt Weiss, dass es im ersten Halbjahr 2006 mehr als ein Dutzend Anzeigen gegen Familien gab, die slowakische Pflegerinnen beschäftigten. Eine Betroffene wandte sich daraufhin in Briefen an den Landeshauptmann, den Bundespräsidenten und an Kanzler Schüssel -dieser hat den Brief im Unterschied zu Bundespräsident Fischer und Landeshauptmann Pröll einfach ignoriert.

Das Bundeskanzleramt hat gestern zugegeben, dass der Brief nicht beantwortet wurde; dies sei ein "klares Eingeständnis, dass der Kanzler nichts unternommen hat und ihn diese existenziellen Sorgen der Menschen kalt lassen", sagte Darabos. (Schluss) wf

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