SPÖ-Wahlkampfauftakt - Häupl: "Wer nicht Gusenbauer wählt, kriegt Schüssel!"

Wien (SPW) - "Wer nicht Gusenbauer wählt, kriegt Schüssel" bzw. "Wer Schüssel nicht will, muss Gusenbauer wählen", lauteten die Aufrufe des Wiener SPÖ-Landesvorsitzenden, Bürgermeister Michael Häupl beim Wahlkampfauftakt am Freitag in der Wiener Stadthalle. Nach sechs Jahren reaktionärer Politik unter Bundeskanzler Schüssel sei es nun endgültig an der Zeit, den "Schaden" wieder gutzumachen und eine Gesellschaft zu ermöglichen, in der "der vom Volk erarbeitete Wohlstand wieder gerecht auf das Volk aufgeteilt wird". Vor allem müssten die Werte Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit wieder zählen und dies könne nur die Sozialdemokratie ermöglichen.****

Die Vorwahlkampfphase sei laut Häupl keine leichte Zeit gewesen, er wolle auch die Probleme rund um die BAWAG nicht verschweigen, aber: "Die Sonne geht wieder auf", so Häupl. Und selbst in der schwierigen Phase habe die Sozialdemokratie ihren immensen Zusammenhalt bewiesen: "Wenn wir Sozialdemokraten um d’Erd g’haut werden, jammern wir nicht und versinken in Selbstmitleid, sondern stehen auf und kämpfen weiter!" Bestes Beispiel: Die heurige Maikundgebung am Rathausplatz, die den Reaktionären bewiesen hätten, die Arbeiterbewegung und seine Organisationen seien alles andere als "Armutschkerln". Und Häupl legte nach: "Am 1. Oktober wird nicht über den BAWAG-Vorstand abgestimmt, sondern über die Regierung, die hundert Mal mehr Mist gebaut hat!"

Auch auf die derzeitige Pflegediskussion ging Häupl ein und sprach von großen Defiziten in den letzten sechs Jahren Schüssel-Politik:
"Nach sechs Jahren Bundesregierung ist das Problem größer als zuvor. Und Aufgabe einer sozialdemokratischen Regierung wird es sein, sich im Land um die älteren Menschen zu kümmern." Ähnliches gelte auch für die jungen Menschen: Die Jugendarbeitslosigkeit müsse wieder halbiert werden. Und auch die Zahl der Sozialhilfeempfänger, die sich aufgrund der Schüssel’schen Politik etwa in Wien verdoppelt hat, müsse wieder auf den Stand von vor sechs Jahren zurückgeführt werden.

Zu Koalitionsspekulationen meinte Häupl, ohne eine Partei direkt zu nennen: "Wenn man mit dem Original eine Koalition gemacht hat, kann man’s mit dem Abziehbild auch." In Richtung Grüne betonte der Wiener SPÖ-Landesvorsitzende, dass diese "vor lauter Distanzierung zu uns in merkbare Nähe anderer rücken". Zur Diskussion um die Platzierung der Parteien am Stimmzettel stellte Häupl klar: "Mir ist es völlig Wurscht, wer Dritter am Wahlzettel ist. Mich interessiert der erste Platz am nächsten Wahlzettel!" (Schluss) ah

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