Soziales Engagement nach dem Motto "Hinschauen und Helfen"

LR Schmid präsentierte Sozialbericht 2006 des Landes

Bregenz (VLK) - "Hinschauen und Helfen" - unter diesem Titel steht der Vorarlberger Sozialbericht 2006, den Landesrätin Greti Schmid und der Verfasser Johannes Barbisch heute, Freitag, im Landhaus präsentierten. Der Bericht gibt eine Bestandsaufnahme mit Fokus auf hilfs- und pflegebedürftigen Menschen in Vorarlberg. Gleichzeitig zeigt er jene sozialen Entwicklungen und Tendenzen, die besonderes Augenmerk erfordern. Künftige Arbeitsschwerpunkte sind laut LR Schmid vor allem die Bereiche Betreuung und Pflege sowie Armutsvermeidung.

Vorarlberg verfügt über ein hohes Sozialkapital. Damit gemeint ist zum einen das dichte Netz an sozialen Einrichtungen und Hilfsdiensten, zum anderen aber auch die große Bereitschaft von Menschen, für andere da zu sein - im organisierten Ehrenamt, in der Nachbarschaftshilfe, in losen Netzwerken, in der Familie. Schmid:
"Unsere Partner sind die Vorarlberger Gemeinden und die Sozialeinrichtungen und Vereine mit ihren 7.512 hauptamtlichen und 13.458 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auf allen Ebenen Begleitung, Unterstützung und Betreuung für hilfs- bzw. pflegebedürftige Menschen anbieten."

Im Jahr 2005 lagen die Ausgaben für soziale Leistungen in Vorarlberg bei 167,1 Millionen Euro, im Jahr 2003 waren es noch 148 Millionen Euro. Etwa die Hälfte dieser Ausgaben wird vom Land gedeckt, 30 Prozent von den Gemeinden und 20 Prozent aus Einnahmen und Ersätzen.

2005 haben in Vorarlberg 1.824 Menschen insgesamt 10,5 Millionen Euro Landespflegegeld und 9.885 Menschen insgesamt 48,9 Millionen Euro Bundespflegegeld erhalten. Schmid unterstrich die hohe Qualität der Pflegeheime im Lande sowie die unschätzbaren Leistungen der Krankenpflegevereine und Mobilen Hilfsdienste.

Mit dem von LR Schmid in Auftrag gegebenen Projekt "Langfristige Strategien zur Sicherung der Pflegeressourcen im Bereich der Altenpflege in Vorarlberg" werden konkrete Maßnahmen zur Sicherung der Ressourcen zu den Themen ehrenamtliches Engagement, Gesundheitsförderung und Vorsorge, Unterstützung pflegender Angehöriger und Weiterentwicklung des ambulanten und stationären Netzes erarbeitet. Neben der Weiterführung bewährter Maßnahmen und Projekte werde konsequent die Weiterentwicklung der ambulanten und stationären Betreuung in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe 'Pflegenetz' sowie mit der Arbeitsgruppe des Bundes fortgesetzt. Wichtig ist für Schmid zunächst, "dass die derzeit herrschende Verunsicherung möglichst rasch beseitigt wird".

Mit dem Projekt "Kinder in die Mitte" verfolgt die Landesregierung konsequent das Ziel, Vorarlberg zum kinderfreundlichsten Land in Österreich zu machen. Dazu zählen Kooperationen in der Jugendwohlfahrt, Integrationsmaßnahmen für Immigrantenkinder, Info-und Serviceangebote ("Familypoint", "aha", "three sixty", Finanzführerschein) und vielfältige Familienleistungen (Familienzuschuss, Familienpass) ebenso wie der landesweite Ausbau der Kinder- und Schülerbetreuung.

Um Armutsgefährdungspotentialen, die insbesondere bei Alleinerziehenden, alten allein stehenden Menschen, Familien mit mehreren Kindern, Arbeitslosen und Migranten bestehen, wirksam zu begegnen, wird unter Begleitung des Arbeits- und Sozialrechtlers und Familienforschers Professor Wolfgang Mazal von der Uni Wien in Kooperation mit den freien Trägern wie Caritas, IfS und Vorarlberger Kinderdorf ein Maßnahmenprogramm in Angriff genommen, so Schmid. Dazu gehören eine Analyse aller Sozialhilfe-Empfänger des Landes, eine qualitative Untersuchung von armutsgefährdeten Familien, die Entwicklung von Sozialindikatoren, die Reichtums- und Armutsindikatoren enthalten, sowie ein Projekt zur Reintegration von Sozialhilfeempfängern.

Der Sozialbericht 2006 "Hinschauen und Helfen" kann auf der Internet-Seite des Landes Vorarlberg www.vorarlberg.at heruntergeladen werden.

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