Pflegediskussion - SP-Klicka: Wien hat das dichteste Pflegenetz von allen Bundesländern

Kritik von VP-Korosec an angeblichen Versäumnissen der Stadt zurückgewiesen

Wien (SPW-K) - "Die Stadt Wien reagiert selbstverständlich auf die Altersentwicklung der Bevölkerung. Das mobile und stationäre Pflegeangebot wird seit Jahren laufend ausgebaut und fit für die Zukunft gemacht", stellte Freitag die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Wiener Gemeinderates, Marianne Klicka, zu den Ausführungen von VP-Gemeinderätin Korosec zum Thema Pflege fest.

Klicka wies darauf hin, dass von den 9500 Akutbetten im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) im Durchschnitt nur rund 200 durch PatientInnen belegt seien, die auf eine Aufnahme in ein Pflegeheim warteten. Die diesbezügliche Wartezeit betrage in der Regel jedenfalls keine Monate, führte die SP-Gemeinderätin weiter aus. Der KAV arbeite mit gezielten Maßnahmen daran, die Wartezeit so kurz wie möglich zu halten, jedenfalls gelte es, das bestmögliche individuelle Angebot für jeden Einzelnen je nach persönlichem Pflegebedarf zu finden. Klicka: "Generell ist festzuhalten, dass Wien nicht nur im stationären, sondern auch im mobilen Bereich die mit Abstand höchsten Betreuungskapazitäten aufweist".

Klicka informierte, dass rund 25.000 WienerInnen Pflege und Betreuung zu Hause durch die MitarbeiterInnen der mobilen Dienste erhalten. "Dafür werden von der Stadt Wien (Fonds Soziales Wien) jährlich rund 4,4 Millionen Betreuungsstunden geleistet. Die jährlichen Ausgaben der Stadt Wien für Pflege betragen rund 600 Millionen Euro. In Wien sind rund 15.000 Menschen beruflich in der Alterspflege tätig. Auch das ist österreichweit ein Spitzenwert", betonte die Mandatarin.

Hinsichtlich der Kritik von Korosec, Wien habe zuwenig Tageszentren, replizierte Klicka, dass der Ausbau gerade dieser Einrichtungen intensiviert würde. "Bei allen neuen Geriatriezentren", so Klicka, "wird auch ein Tageszentrum angeschlossen, wie zum Beispiel beim Neubau der Geriatriezentren Liesing und Baumgarten. Beim Pflegezentrum Simmering wurden durch einen zusätzlichen Neubau 50 Tagesplätze geschaffen. Derzeit gibt es in Wien bereits 15 Tageszentren für SeniorInnen. Jährlich werden in den Tageszentren 120.000 Verpflegstage angeboten".

Nicht zuletzt stellte Klicka fest, dass derzeit die bestehenden großen geriatrischen Einrichtungen sukzessive verkleinert und wohnlicher gestaltet würden. "In den kommenden vier Jahren werden insgesamt 120 Millionen Euro", so Klicka, "in strukturverbessernde Maßnahmen bei bestehenden stationären Einrichtungen investiert, wie hauptsächlich in Ein- und Zweibettzimmer, wohnliche Atmosphäre, Sozialräume etc. In ganz Wien sollen zukünftig kleinere, wohnortnahe Pflegeeinrichtungen angeboten werden. Wohnliche Atmosphäre, ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer, mit eigenen Nasseinheiten, barrierefreie Balkone, große Aufenthalts- und Therapiebereiche sollen die neuen Häuser prägen".

Den Vorwurf der VP-Politikerin, in Wien gäbe es keine neuen Projekte, konterte Klicka mit dem Hinweis, dass es eine Fülle von solchen Vorhaben, die bereits umgesetzt würden, gäbe, und "die", so Klicka, "selbstverständlich auch Kollegin Korosec allesamt bekannt sind. Warum sie die Öffentlichkeit trotzdem völlig unzulänglich informiert, hat offensichtlich allein wahltaktische Gründe", schloss Klicka. (Schluss)

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