Mölzer: EU darf nicht Nahost-Kriegspartei werden!

Libanon-Abenteuer soll von eigener außenpolitischer Ohnmacht ablenken

Wien (OTS) - "Nachdem die Europäer auf diplomatischem Weg nichts zur Beendigung des Libanon-Krieges beitragen konnten, wollen nun anscheinend im Nahen Osten die Friedensengel spielen", sagt der freiheitliche Europaabgeordnete Andreas Mölzer zum heutigen Treffen der EU-Außenminister. Das geplante Libanon-Abenteuer sei daher so etwas wie eine Kompensationshandlung, um von der eigenen außenpolitischen Ohnmacht abzulenken, so Mölzer weiter.

Um in demutsvoller Haltung den Aufforderungen aus Washington und Jerusalem nachzukommen, doch möglichst viele Soldaten zu entsenden, vergesse das EU-Polit-Establishment wieder einmal auf die europäischen Interessen. Die brüchige Waffenruhe zeige nicht nur, wie gefährlich die Lage im Nahen Osten auch nach dem Kriegsende noch sei, sondern lasse auch berechtigte Zweifel aufkommen, ob die UNO-Resolution 1701 tatsächlich einen dauerhaften Frieden werde schaffen können, betont der freiheitliche EU-Mandatar. "Daher läuft Brüssel Gefahr, zur Kriegspartei in Nahost zu werden. Und die Folgen in diesem Fall wären katastrophal: Unzählige junge Männer würden in Zinnsärgen in ihre Heimatländer zurückkehren, und Brüssel wäre aufgrund des Drucks aus Washington wohl oder übel gezwungen, sich auf die Seite Israels zu schlagen und damit die Feindschaft der gesamten islamischen Welt auf sich zu ziehen", warnt Mölzer abschließend. Schluß (bt)

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