VP-Korosec: Betreuungs-Au-Pair als Übergangslösung

Wien verschläft Pflege- und Betreuungsnotwendigkeit

Wien (VP-Klub) - "Für die derzeitige Pflegesituation gibt es keine Patentlösung. Notwendig sind ein Bündel von Maßnahmen - wer anderes verspricht, ist ein Scharlatan. Das Ziel der ÖVP Wien war und ist immer: soviel ambulant wie möglich - so viel stationär wie notwendig. Dafür müssen die nötigen Bedingungen geschaffen werden", fasst LAbg. Ingrid Korosec, Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, die derzeitige Diskussion um die ausländischen Betreuungskräfte zusammen. Weiters verweist sie auch auf die vom Bund bereits gesetzten Verbesserungen, wie die Familienhospiz-Karenz, das erhöhte Pflegegeld oder auch die Möglichkeit des Bausparens als Pflegevorsorge.

Wichtig ist Korosec die Klarstellung, dass es sich nicht um Pflegekräfte, wie es oftmals fälschlich betitelt wird, handelt, sondern um Betreuungskräfte. Diese helfen dem zu Betreuenden nicht nur physisch bei alltäglichen Tätigkeiten, sondern vor allem auch gegen die oftmals quälende Einsamkeit.

Betreuungs-Au-Pair als Übergangslösung

Da die Verunsicherung bei den Betroffenen und dem derzeit noch in der gesetzlichen Grauzone befindlichen Betreuungspersonal groß ist, fordert die VP-Gesundheitssprecherin eine vorübergehende gesetzliche Lösung durch Betreuungs-Au-Pair. "Das wäre eine optimale Übergangslösung bis entsprechende Modelle ausgearbeitet sind. Dies sollte in spätestens zwei Jahren möglich sein", so Korosec, die auf die Kosten für die Betreuungskräfte von in etwa 1.500 Euro pro Monat inklusive Versicherung zuzüglich Kost und Logis hinweist. Korosec:
"Mit dieser leistbaren Lösung wären der oftmaligen Abzockerei von Vereinen, die derzeit im Graubereich agieren, ein Ende gesetzt."

Stadt Wien schläft

"Wien verschläft seit Jahrzehnten den Bedarf in der Pflege. Es ist alles andere als rosig für die älteren Menschen in dieser Stadt, eine würdige Unterkunft und Pflege zu bekommen", so Korosec. Derzeit warten fast 500 Personen auf einen Pflegeheimplatz, noch immer gibt es Bettenburgen mit 6-Bettzimmern, Tageszentren müsste es doppelt so viele geben und auch in der Akutgeriatrie fehlen ein Drittel der benötigten Plätze. Auch die von der SP-Stadtregierung viel gerühmte Ausbildung von Pflegepersonal ist angesichts der Zahlen mehr als dürftig. So wurden vom Bund bisher über 13.000 Personen ausgebildet, von Wien allerdings nur etwas mehr als 1.300. Angesichts dessen von einem Erfolg zu sprechen ist für Korosec unverständlich.

Die Wiener SPÖ proklamiere immer ihre soziale Kompetenz und beweise in Wien genau das Gegenteil. Statt Pflegeplätze auszubauen, werde sogar gekürzt und statt die Betreuung zu Hause zu fördern, werde weggesehen. "Wien ist leider wirklich anders und wenn nicht bald etwas getan wird, wird sich die Situation in der Pflege und Betreuung angesichts der steigenden Anzahl an älteren Personen in Wien weiter zuspitzen", schließt Korosec.

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