Wenn der Urlaub baden geht, hilft die AK

Linz (OTS) - 1414 Anfragen und Beschwerden sind in der heurigen Urlaubssaison bereits bei der Konsumenteninformation der AK Oberösterreich eingegangen. Dabei ging es vor allem um Hotelüberbuchungen, Verspätungen und Absagen von Flügen, Probleme mit der E-Card sowie Probleme mit Reiseversicherungen.

"Einige Reiseveranstalter und Fluglinien ignorieren häufig die Rechtslage und zeigen den Urlauberinnen und Urlaubern einfach die kalte Schulter. Erst nach unserem Einschreiten akzeptieren sie die Ansprüche der Konsumentinnen und Konsumenten", kritisiert AK-Präsi-dent Dr. Johann Kalliauer.

Besonders häufig beschweren sich Frühbucher, dass sie ihren Urlaub wegen Überbuchung nicht antreten können. Ähnlich ergeht es Konsumenten/-innen, deren Flüge Verspätung haben. Entweder sie verlieren einzelne Urlaubstage oder aber sie fallen gleich um die gesamte Reise um, weil sie keinen zusätzlichen Urlaub bekommen.

Umso unverständlicher ist es, dass sich die Reiseveranstalter darüber beschweren, dass die Urlauber/-innen immer häufiger erst kurz vor Urlaubsantritt zum Buchen entschließen. "Sie sind es, die diese Entwicklung fördern, weil sie Frühbuchern nicht die Sicherheit bieten, ein bestimmtes Hotel tatsächlich zu bekommen. Das zeigen die vielen Beispiele von Überbuchung", ärgert sich der Leiter der AK-Konsumenteninformation, Dr. Georg Rathwallner.

Probleme gibt es auch mit der E-Card. Viele Ärzte in Urlaubsorten akzeptieren diese nicht und verlangen Barzahlung. Die Gebietskrankenkasse erstattet davon aber nur 80 Prozent des österreichischen Kassentarifs zurück. "Die Regierung soll dafür sorgen, dass die Konsumentinnen und Konsumenten einen Anspruch auf den gesamten Betrag haben. Gleichzeitig muss sich die Krankenkasse das Geld beim Versicherungsträger im jeweiligen Urlaubsland zurückholen können", fordert der AK-Präsident.

Der Zugang zum Recht ist für Konsumenten/-innen oft sehr schwierig. Gerade bei niedrigen Streitwerten ist eine Klage wegen hoher Gerichts- und Anwaltskosten riskant. Vor allem Konsumenten/-innen, die ihren Flug nicht über einen Reiseveranstalter, sondern selbst buchen, sind bei einer Insolvenz der Fluglinie kaum geschützt. Die AK fordert daher eine verpflichtende Insolvenzabsicherung für Fluglinien.

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