APA-OTS Politikportalanalyse: Wrabetz gewinnt ORF-Wahl

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (18. bis 24. August 2006) wird BZÖ-Chef Peter Westenthaler auf Rang eins platziert. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel belegt den zweiten Platz, gefolgt von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache auf Rang drei.

Die ORF-Wahl lässt die politischen Wogen hoch gehen. Alexander Wrabetz wird mit einem eindeutigen Ergebnis zum neuen ORF-Chef gewählt und löst damit die bisher amtierende Generaldirektorin Monika Lindner ab. Das BZÖ konnte sich bei dieser Wahl als Zünglein an der Waage präsentieren und stellte sich gegen den Koalitionspartner ÖVP, die sich als Nachfolge weiterhin Lindner gewünscht hätte. BZÖ-Chef Peter Westenthaler erringt diese Woche mit 818 Nennungen den ersten Rang des Politikerrankings. Westenthaler entfachte mit der geforderten Terminverschiebung seines ORF-Sommergesprächs einen Machtkampf im ORF und bezeichnete Lindner als "Racheengel" im Rachefeldzug der ÖVP. Die Absage des BZÖ-Obmanns an eine Legalisierung der bisher "schwarz" tätigen ausländischen Pfleger, sowie die Entsendung eines BZÖ-Vertreters in die Bundeswahlbehörde rückten Westenthaler zudem vermehrt in den medialen Brennpunkt. Mit der ORF-Wahl und den damit verbundenen Koalitionsspannungen erregte auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (Rang zwei, 627 Nennungen) das Medieninteresse. Schüssel sah sich außerdem erneut mit der Pflegedebatte konfrontiert und sprach sich für eine Legalisierung der illegalen Pfleger aus. Der Kanzler positionierte sich weiters mit dem Bekannt werden, seine Schwiegermutter wäre von einer Pflegerin aus der Slowakei betreut worden im Rampenlicht der Medien. Auf Platz drei des aktuellen Rankings reiht sich mit 496 Nennungen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ein. Strache erreichte vor allem mit seiner Entrüstung über die Entsendung eines BZÖ-Vertreters in die Bundeswahlbehörde mediale Präsenz.

Unter den ersten Fünf des Rankings sind diese Woche SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer (ORF-Wahl, "Napalm"-Wahlkampf, Steuerreform) und Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider mit jeweils 287 Nennungen (ORF-Wahl, Tschetschenen-Abschiebung).

In das Top-30 Politikerranking sind unter anderem neu eingestiegen: ÖVP Pflegebeauftragte Waltraud Klasnic (Rang zehn, 114 Nennungen, Pflegedebatte), Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (Rang 13, 104 Nennungen, Pflegedebatte, Strache: "Bundeskanzlerin Burgstaller"), der Generalsekretär des VP-Arbeitnehmerbundes Werner Amon (Rang 14, 99 Nennungen, Kritik an ÖGB), VP-Clubchef Wilhelm Molterer (Rang 17, 89 Nennungen) und SP-Klubobmann Josef Cap (Rang 22, 74 Nennungen).

Die ÖVP stellt in dieser Woche 15 PolitikerInnen im Top-30 Ranking, gefolgt von der SPÖ mit sechs und dem BZÖ mit zwei VertreterInnen. Freiheitliche und Grüne positionieren sich beide mit jeweils einem Akteur. Weiters finden sich im Ranking: WKÖ-Präsident Christoph Leitl, der EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin, die parteilosen Politiker Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Bundespräsident Heinz Fischer (Rang 15, 94 Nennungen) sowie ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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