Neue Recycling-Anlage sichert ökologisch optimale Wiederverwertung von Pet-Flaschen

WKÖ-Vizepräsidentin Römer lobt bei der Grundsteinlegung der Recycling-Anlage "das europaweit einzigartige Gemeinschaftsprojekt auf Basis der Nachhaltigkeitsagenda"

Wien (PWK549) - Heute, Freitag, wird im im burgenländischen Ort Müllendorf der Grundstein für eine Recycling-Anlage der besonderen Art gelegt: Denn dass dort aus so genannten Pet-(Plastik-)flaschen für Getränke wieder Plastikflaschen hergestellt werden, ist nicht die einzige Besonderheit. Es handelt sich bei der Anlage auch um ein Gemeinschaftsprojekt von Unternehmen der heimischen Getränkeindustrie, die ansonsten wirtschaftlich miteinander in Konkurrenz stehen.

Renate Römer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, die bei der Grundsteinlegung mitwirkte, lobt die Zusammenarbeit:
"Denn genau die macht dieses rot-weiß-rote Projekt europaweit einzigartig. Branchenführende Unternehmen der Getränkeindustrie verwirklichen damit gemeinsam im Sinne der Nachhaltigkeit eine neue optimale Verwertungsschiene für Plastikflaschen. Das hat eine über Österreich hinausgehende Beispielwirkung."

Einen derartigen Schulterschluss habe erst die Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen, die im Herbst 2004 gemeinsam von Umweltministerium, der Wirtschaftskammer Österreich, dem heimischen Handel sowie der Abfallwirtschaft in Österreich unterzeichnet wurde, möglich gemacht. Sie sieht unter anderem eine zielgerichtete ökologische Wiederverwertung von Plastikflaschen in Österreich vor. Die Nachhaltigkeitsagenda ist eine freiwillige Vereinbarung: "Und eben diese Freiwilligkeit und der dadurch geschaffenen Spielraum machen eine Zusammenarbeit wie im Fall Müllendorf möglich. Die Anlage Müllendorf ist ein sichtbares positives Ergebnis der Nachhaltigkeitsagenda", so Vizepräsidentin Römer.

"Die Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich haben auf Basis der mit der Nachhaltigskeitsagenda getroffenen Vereinbarungen weiterhin die Wahlfreiheit zwischen Ein- und Mehrweg und kann sich in beiden Fällen umweltkonform verhalten", unterstreicht Römer. Und sie will vehement festgehalten wissen, "dass jede Polarisierung ‚Einweg kontra Mehrweg’ falsch ist. Beides gibt es, beides hat seine Berechtigung und für beide bietet die Wirtschaft umweltkonforme Lösungen."

Österreich habe mit der Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen "eine gute Lösung gefunden", unterstreicht die hochrangige Repräsentation der WKÖ. Eine freiwillige Kooperation aller beteiligten Kräfte bringe wesentlich mehr als Zwang; das werde etwa durch die überwiegend negativen Erfahrungen mit dem Dosenpfand in Deutschland bestätigt, so Römer abschließend. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Mag. Petra Gattringer
Tel.: (++43) 0590 900-3015
petra.gattringer@wko.at
http://wko.at/up

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001