Amon: Schön, wenn sich ÖGB mit ÖAAB-Modellen beschäftigt

So einfach wie Hundstorfer und Driemer darf man es sich aber nicht machen!

Wien, 25. August 2006 (ÖVP-PK) Es sei "schön, wenn sich die SPÖ-Gewerkschafterinnen und -Gewerkschafter mit Diskussionsmodellen aus dem ÖAAB beschäftigen - meistens werden diese von Seiten der sozialdemokratischen Gewerkschafter ja bloß reflexartig abgelehnt", erinnerte heute, Freitag, ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon in Reaktion auf ÖGB-Vizepräsidenten Johann Driemer etwa an das Modell der Abfertigung Neu, das die SPÖ-Gewerkschafter zunächst auch kritisiert hätten und nun fast als ihre Idee zu verkaufen versuchten. ****

Wenn Driemer das jetzt in Diskussion stehende Modell des Zeitsparkontos mit einer schlichten Jahresdurchrechnung vergleiche, zu der ÖGB-Präsident Hundstorfer ja lapidar gemeint habe, damit habe er "kein Problem", dann habe "Driemer bedauerlicherweise nicht verstanden, worum es wirklich geht", so Amon. Denn während SPÖ-Gewerkschafterinnen und -Gewerkschaftern im ÖGB, "die als Arbeitgeber weder davor zurückschrecken, die Pensionsansprüche sowie die Abfertigungsansprüche ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um bis zu 50 Prozent zu kürzen, das Unternehmen ÖGB in den wirtschaftlichen Ruin geführt haben, sodass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun auch noch um ihren Job bangen müssen", beschäftige sich ÖGB-Präsident Hundstorfer lediglich damit, Vorschläge, die ausschließlich der Wirtschaft dienen, zu "apportieren".

"Uns als ÖAAB geht es hingegen darum, Modelle zu entwickeln, die beiden Seiten, nämlich den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ebenso wie den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, gerecht werden, und nicht um billigen Klassenkampf!", betonte der ÖAAB-Generalsekretär. Deshalb hätten flexible Arbeitszeitmodelle nur dann einen Sinn, wenn sie nicht ausschließlich den Wünschen der Unternehmerinnen und Unternehmer entgegenkämen "wie etwa bei einer flexiblen Jahresdurchrechnung, mit der Hundstorfer ja kein Problem hat", sagte Amon. "Bei einem flexiblen Arbeitszeitmodell sind selbstverständlich auch Fragen wie etwa Sabbaticals, Teilzeitarbeit oder die Frage einer Bildungskarenz zu berücksichtigen, aber auch eine entsprechende Abgeltung und ein entsprechender Kündigungsschutz", erläuterte der ÖAAB-Generalsekretär. Daher wäre auch das seinerzeitige Modell der Flexicurity von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl zu begrüßen, dass vorsehe, dass man dann auf flexiblere Arbeitszeitmodelle übergehen könne, wenn damit gleichzeitig ein erhöhter Kündigungsschutz verbunden sei, so Amon abschließend.

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