PRÖLL: PET-Flaschen-Recycling - Wirtschaft, Umwelt und Konsumenten profitieren

Grundstein für Österreichs erstes Gemeinschaftsunternehmen der Getränkeindustrie gelegt: aus gebrauchten PET-Flaschen werden wieder neue PET-Flaschen produziert

Wien (OTS) - "Mit der neuen PET-Flaschen-Recycling-Anlage schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für die effiziente Lösung der PET-Flaschen-Problematik. Mit modernster Technologie können aus gebrauchten PET-Flaschen wieder neue produziert werden. Das Bottle-to-Bottle-Recycling ist hierbei ein wichtiger Beitrag zur Abfallvermeidung, Optimierung der Materialeffizienz und Schonung von Ressourcen." Dies erklärte Umweltminister Josef Pröll heute bei der Grundsteinlegung der ersten gemeinsamen Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage der österreichischen Getränkeindustrie in Müllendorf im Burgenland.

Mit der Errichtung der Anlage setzt die österreichische Getränkeindustrie eine Verpflichtung um, die sie bei der Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen eingegangen ist. In der Agenda hatte sich die Wirtschaft unter der Überschrift "Bottle to-bottle-Recycling" verpflichtend zum Ziel gesetzt, die Menge an recyclierten PET für die Produktion von Neuflaschen stufenweise zu steigern.

Dieses Projekt zeigt wie erfolgreich umgesetzte Umweltpolitik aussieht: Bottle-to-Bottle ist eine optimale Lösung für Umwelt, Konsumenten als auch für die Wirtschaft. Es ist aber auch eine wesentlich bessere Lösung, als etwa die unserer deutschen Nachbarn mit dem System des Einweg-Zwangspfandes. Das hat nicht nur erhebliche Kosten verursacht, sondern letztendlich - entgegen dem ursprünglichen Grundgedanken - zu einem dramatischen Einbruch bei Mehrwegsystemen geführt hat. "Österreich geht einen anderen und erfolgreicheren Weg. Nicht Zwang ist das Motto sondern freiwillige Selbstverpflichtung der Getränkewirtschaft", sagte Pröll.

Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer, den österreichischen Getränkeabfüllern, dem Handel sowie der Abfallwirtschaft wurde vor etwa zwei Jahren die Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist die Optimierung der Materialeffizienz, einerseits durch die Förderung von Mehrwegsystemen und andererseits durch die hochwertige stoffliche Verwertung der Getränkeverpackungen. Der Rückgang bei Mehrwegsystemen konnte eingebremst und die stoffliche Verwertung vereinbarungsgemäß gesteigert werden. 2005 wurden die vereinbarten 500 Tonnen bei Kunststoffen erreicht und die für 2006 geplanten 2.500 Tonnen werden ebenso realisiert werden. Ein ehrgeiziges Ziel hat man sich für das Jahr 2007 gesetzt. Dann sollen mindestens 6.000 Tonnen PET-Recyclat (aus post consumer Getränkeflaschen) dem Bottle to-bottle-Recycling zugeführt werden, wobei der Anteil des Recyclats (Beimengung) auf 30 Prozent angehoben wird.

Nach entsprechenden Vorbereitungen kam es im Vorjahr zur Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft und im April 2006 zur Firmengründung der PET to PET Recycling Österreich GmbH. Gesellschafter sind Coca Cola Beverages Österreich, Rauch Fruchtsäfte, Spitz GmbH, Traisentaler Getränke und Vöslauer. Der Vollbetrieb ist für Juni 2007 geplant.

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