Buggys: Viel Chemie an Bord

Nur vier Modelle schadstofffrei. Verbesserungsbedarf beim Komfort.

Wien (OTS) - Die Zeitschrift "Konsument" hat für seine September-Ausgabe 13 Buggys unter die Lupe genommen. Das schockierende Ergebnis: Nur vier Modelle enthalten keine giftigen Schadstoffe. Und: Beim Komfort für Kind und Eltern herrscht deutlicher Verbesserungsbedarf.

Die Tester fanden einen richtigen Chemie-Cockail in den Buggys:
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die als krebserregend und erbgutschädigend gelten. Weichmacher (Phthalate), die die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und Leber und Nieren schädigen. Und Organozinverbindungen, die im Verdacht stehen, das Hormonsystem negativ zu beeinflussen. Die Schadstoffe stecken vor allem in Griffen, Schutzbügeln, Polstern und Textilbezügen - also Teile, die die Eltern berühren müssen und an die auch die Kleinen leicht herankommen. Nach heutigem Wissensstand ist das zwar nicht akut gefährlich, aber über die Auswirkungen einer Dauerbelastung weiß man noch wenig.
Dass es auch ohne Schadstoffe geht, beweisen "Peg-Pérego Pliko lite", "Graco CitiSport", "Mini Star bei Hauck" und "Stokke Xplory Complete".

Den idealen Kinderwagen für jedes Alter gibt es nicht. Buggys sind für Kinder geeignet, die schon alleine sitzen können (ab etwa sechs Monaten). Als Obergrenze geben die meisten Hersteller 15 Kilo Körpergewicht an, dieses erreichen Kinder etwa im Alter von drei Jahren. Die Modelle müssen also sowohl für die Kleinen als auch für die Großen komfortabel sein und unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen. Doch daran hapert es oft. Keiner der Buggys ist besser als "durchschnittlich", bestes Testergebnis fährt "Peg-Pérego Pliko lite" ein. Das Modell kostet 189 Euro.

Eltern sollten beim Kauf darauf achten, dass sich der Buggy schnell und einfach zusammenfalten bzw. aufklappen lässt. Wichtig ist auch, dass das Modell genügend Schrittfreiheit bietet und sich problemlos im Auto verstauen lässt. Wer viel abseits des Asphalts unterwegs ist, ist mit einem Sportwagen mit großen Rädern besser dran. Auch der Sicherungshebel gegen das Wegrollen und die Bremsen sollten einfach zu bedienen sein.

Die ausführlichen Testergebnisse präsentieren der neue September-"Konsument" und die Onlineausgabe auf www.konsument.at.

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